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Das Schönste waren die deutschen Weihnachtslieder: Die Stuttgarter Inszenierung einer Schleimkrippe an Heiligabend stellt gleich einen vierfachen Skandal dar. Unter dem Tarnnamen „Christmette“ wurden die Zuschauer Zeugen eines Gottesraubes besonderer Art.
Süßer und überteuerter Glühwein, Rudi-rednose-jingle-bells-Gedudel, Weihnachtsmänner: Man kann schon mal die Nase voll haben vom Fest. Doch ein Perspektivenwechsel hilft.
Wenn der Weihnachtsmann eine Frau wäre, sähe er aus wie Angela Merkel. Seine Rute ist ihre Raute, sagen wir uns, während wir in dieser Adventszeit näher zusammenrücken. Und sich eine besondere Sehnsucht breitmacht.
In Samuel Becketts Bühnenstück „Warten auf Godot“ halten die Freunde Estragon und Wladimir vergeblich Ausschau nach dem, der sich angekündigt hat. Wir haben es da besser. Doch dürfen wir nicht phlegmatisch sein.
Die Glühweinstände öffnen, endlich gibt’s Zuckerwatte und Weihnachtslieder satt. Wer dadurch noch nicht in Fahrt kommt, dem geben wir diese Gebrauchsanweisung an die Hand.