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Ex-Bild-Chefredakteurin Alexandra Würzbach schaut aufs Leben. Und doch an ihm vorbei. Denn da faucht er wieder: der Drache der deutschen Angst vorm Kind. Gegen die Kleingeistigkeit beim Kinderkriegen hilft nur, groß zu denken. Drei Hiebe gegen den Drachen!
Sich zu binden bedeutet nicht: Du darfst nicht. Es bedeutet: Du bleibst. Dieses Bleiben ist eine Schule für den Mann. Es begrenzt Fantasien. Es zwingt zur Wahl – nicht nur zur Wahl eines Menschen, sondern zur Wahl einer Haltung: Es ist die Entscheidung gegen die permanente Verfügbarkeit.
Die Aufgabe des Christen in der Gesellschaft: Beliebt sein? Nein, er sollte Salzstreuer Gottes sein. Gerade jetzt, wo die Gesellschaft geschmacklich verflacht. Davon ist auch die deutsche Kirche betroffen. Gegen die Geschmacklosigkeit gibt es Mittel und Wege.
Der Begriff „toxisch“ ist in aller Munde. Was soll das eigentlich? Haben wir wirklich das Recht, andere als „giftig“ zu bezeichnen? Mit einer humanistischen Sichtweise lässt sich das nicht vereinbaren. Daher ist es an der Zeit, sich von einem Kampfbegriff zu verabschieden.
Die Katholische Kirche in Deutschland leidet an einer Krankheit, die bei der abschließenden Sitzung des „Synodalen Wegs“ wieder deutlich wurde. Dabei weht aus Rom ein anderer Wind. Was auch die Nachfolge des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz betreffen wird.
Nach seiner Wahl zum Papst betet Johannes Paul II. zuerst in der Litauischen Kapelle im Petersdom. Gut ein Jahrzehnt später führt Vytautas Landsbergis Litauen in die Unabhängigkeit – und lässt sein Land Maria weihen. Dem Kreml gefiel das nie.
Das Narrativ von Familie als rein privates Idyll ist nicht harmlos – es ist das Einfallstor für den Verlust bürgerlicher Freiheit. Wer die Familie auf eine emotionale „Kuschelecke“ reduziert, beraubt sie ihrer politischen und kulturellen Abwehrkraft.
Mittelalter und Frühe Neuzeit sollten nicht als alleingültiges Modell für Christen gelten. Denn so wie heute bestimmte auch davor das Christentum nicht die Gesetze im Staat. Christen in der liberalen Demokratie können sich von den Christen der Römerzeit etwas abgucken.
Es gibt vielleicht kein Wort, das typischer ist für die Schweiz als den „Bünzli“. Nun will ihm die Sprachpolizei an den Kragen.
Säkulare Gedenktage gibt es zuhauf, doch sie sind unlustig und banal. Der Tag der Jogginghose steht der seligen Himmelshoffnung einer heiligen Agnes gegenüber. Auch der heilige Sebastian frohlockt, weil hinter dem Horizont das ewige Leben winkt.
Wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen, formulierte Altkanzler Helmut Schmidt einst nüchtern. Doch gerade für junge Menschen ist es entscheidend, ihre Kraft auf etwas zu richten, das über sie hinaussteigt. Mehr Eros wagen. Ein Plädoyer
Schlesien: In Polen entdecken Schriftsteller und Filmemacher mehr und mehr die deutsche Vergangenheit der westlichen Landesteile.
Das Schönste waren die deutschen Weihnachtslieder: Die Stuttgarter Inszenierung einer Schleimkrippe an Heiligabend stellt gleich einen vierfachen Skandal dar. Unter dem Tarnnamen „Christmette“ wurden die Zuschauer Zeugen eines Gottesraubes besonderer Art.