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Antoni Gaudís Meisterwerk

Josef von Nazareth – stiller Baumeister der Sagrada Família

Mit dem Christus-Turm hat die „Sühnekirche der Heiligen Familie“ in Barcelona, die Sagrada Família, ihre endgültige Höhe erreicht: 172,5 Meter. Damit ist die Basilika die höchste Kirche der Welt, aber noch immer etwas niedriger als die umliegenden Berge. Weithin leuchtet ihr 17 Meter hohes Turmkreuz, eine begehbare Stahl-Glas-Konstruktion mit einer Spannweite von 13,5 Metern, geschaffen in einer bayerischen Werkstatt.

Wieder einmal staunt die Welt über den genialen Antoni Gaudí i Cornet, über die Kühnheit seiner Architektur und die beinahe unwirkliche Silhouette dieser Kirche. Wie aus der Erde gewachsen erscheint das Bauwerk, das sich nach 144 Jahren seiner Vollendung nähert. An Gaudís hundertstem Todestag, dem 10. Juni 2026, will Papst Leo XIV. den Christus-Turm einweihen. Der Abschluss aller Arbeiten wird sich wohl noch bis über 2030 hinaus hinziehen.

Der Bildhauer Joan Matamala neben der Figur des hl. Josef für die Gruppe „Die Krönung Mariens“ in der Geburtsfassade, 1935

Wer die Sagrada Família jedoch nur als Triumph origineller Kreativität betrachtet, verkennt ihren geistlichen Ursprung. Denn dieses Bauwerk beginnt nicht mit Gaudí, sondern einem Heiligen, der nie im Vordergrund stand: mit Josef von Nazareth, Bräutigam Mariens und Nährvater Jesu. Die Evangelien überliefern von ihm kein einziges Wort. Er ist gerecht, rein, weise, starkmütig, gehorsam, treu. Das Haupt der Heiligen Familie schützt, trägt und bewahrt. Darin liegt seine Größe.

Auch die Sagrada Família verdankt sich der Beharrlichkeit. Sie erwächst aus Spenden, Geduld, Handwerk, Rückschlägen, Wiederaufnahmen, aus der Treue gegen alle Wahrscheinlichkeit. Ihre Baugeschichte kennt Zerstörung, Widerstand, Unterbrechung und unermüdliche Wiederaufnahme.

Papst Benedikt XVI. weihte die noch immer Unvollendete 2010 ein

Seit der Grundsteinlegung am Josefsfest 1882 verkündet die Sagrada Família die Bedeutung der christlichen Familie. Zur Weihe der noch unvollendeten Kirche im Jahr 2010 predigte Papst Benedikt XVI. von der „großherzigen und unauflösbaren Liebe zwischen einem Mann und einer Frau als fruchtbarem Rahmen und Grundlage des menschlichen Lebens bei seinem Entstehen, seiner Geburt, seinem Wachstum und seinem natürlichen Ende“.

Kaum zu überblicken ist, wie viel über Gaudís geniale Architekturvision und seine Nachfolger geschrieben wurde, die sich daranmachten, die Sagrada Família über Generationen hinweg zu vollenden. Hier soll es um den weit weniger bekannten Wurzelgrund dieser Sühnekirche gehen und um ihren „stillen“ Baumeister, Josef von Nazareth.

In einer Zeit großer Not war Gaudí sicher: „Der hl. Josef wird die Kirche vollenden“

Benedikt wendet den Josefsbezug ins Persönliche: „Besonders bewegt hat mich die Sicherheit, mit der Gaudí angesichts der zahllosen Schwierigkeiten, die er bewältigen musste, voll Vertrauen auf die göttliche Vorsehung ausrief: ‘Der hl. Josef wird die Kirche vollenden.’“ Dass sie jetzt von ihm geweiht werde, dessen Taufname Joseph ist, sei nicht ohne Bedeutung.

Die Geschichte der Sagrada Família beginnt in einer Epoche, deren geistige Fundamente wankten. Seuchen, bittere Armut, Hungersnot, hohe Kindersterblichkeit, Verwahrlosung, Alkoholismus, Gewalt und Prostitution prägen das Bild Barcelonas im 19. Jahrhundert. Hinzu kamen Anschläge der Anarchisten, Entwürdigung der Arbeit durch Massenproduktion, Kolonial- und Bürgerkriege und eine tiefe religiöse Krise. 1864 wandte sich Papst Pius IX. gegen gesellschaftliche Fehlentwicklungen, die zu all dem führten, und verurteilte Irrtümer wie Rationalismus, Liberalismus, Freimaurerei, Sozialismus und Kommunismus, deren geistige Überwindung bis heute aussteht.

Joaquim Mir (1873-1940), „Die Kathedrale der Armen“ (1898)

Inmitten dieser Not gründete der Buchhändler und Verleger Josep Maria Bocabella 1866 eine Gebetsvereinigung zur Verehrung des heiligen Josef und trifft den Nerv seiner Zeit. Schon nach wenigen Jahren umfasste sie über 600.000 Mitglieder. Sogar Pius IX. und Mitglieder des Königshauses gehörten ihr an. Die erste Auflage seiner bald weitverbreiteten Zeitschrift El propagador de la devoción de San José mit 25.000 Exemplaren war fast sofort vergriffen. Bocabellas Druckerzeugnisse erreichten Amerika und die Philippinen.

Begegnungen, Inspirationen, Wahlverwandtschaften, Fügungen

Unter dem Namen Temple existiert die Zeitschrift noch heute. Inspirieren ließ sich Bocabella durch den charismatischen Salesianer Jean-Joseph Huguet, der in Dijon eine gleichnamige Zeitschrift herausgab und zahlreiche Heiligenbiografien verfasste. Vor allem aber empfahl Huguet den heiligen Josef als großen Fürsprecher scheinbar aussichtsloser Anliegen.

Mit seiner Josefsverehrung steht der katalanische Verleger, dem Pius IX. den Titel eines „Druckers für den Vatikan“ verlieh, in einer lebendigen Tradition. Sie führt vom Vertrauen der Theresia von Avila, dass „jede Gnade, die man vom hl. Josef erbittet, sicher gewährt wird“, bis zu Theresia von Lisieux: „Seit meiner Kindheit empfand ich eine große Verehrung für den heiligen Josef, die mit meiner Liebe zur Gottesmutter zusammenfiel.“ Am 8. Dezember 1870, dem Fest der Unbefleckten Empfängnis Mariens, proklamierte Pius IX. den heiligen Josef zum Schutzpatron der ganzen Kirche.

Der hl. Künstlerpriester Josep Manyanet als Skulptur auf der Westseite der Sagrada Família

Tief bewegt von einer Pilgerfahrt zum Haus Mariens, das von heimkehrenden Kreuzfahrern in Nazareth abgebrochen und in Loreto wiedererrichtet wurde, wollte Bocabella ursprünglich das Heiligtum von Loreto in Barcelona nachbilden. Verbündet war er mit dem Künstlerpriester Josep Manyanet i Vives (1833-1901). Wie sein Namenspatron fand Manyanet Freude an der Bildhauerei, an feinen Intarsienarbeiten und am Tischlerhandwerk. Für ihn führt „der Adel der Handarbeit“ die Seele näher zu Gott. Gaudí verschaffte ihm professionelles Werkzeug.

Als Priester gründete Manyanet die Kongregation der Fills de la Sagrada Família, der Söhne der Heiligen Familie, gefolgt von den Missionarischen Töchtern der Heiligen Familie.

Ein Zeichen gegen die Verdrängung des Christlichen aus dem öffentlichen Leben

Josep Manyanets Werk wuchs schnell. In ganz Katalonien errichtete er Schulen, vor allem für Arbeiterkinder in den Industrievierteln. „Unsere Zentren heißen ‘von der Heiligen Familie’“, schreibt Manyanet, „weil Jesus, Maria und Josef nicht nur die Schirmherren und Beschützer sind, sondern auch das Vorbild, das wir in Tugend und fester Liebe zur Arbeit nachahmen. Denn das war das Hauptziel des verborgenen Lebens Jesu im bescheidenen Haus von Nazareth.“

Detail in der Geburtsfassade: Jesus bei der Arbeit als Zimmermann hinter Josef und Maria, die ihn im Tempel wiederfinden: „Kind, warum hast du uns das getan? … Dann kehrte er mit ihnen nach Nazareth zurück und war ihnen gehorsam“ (Lk. 2,48, 51)

Ein Brief brachte im Juni 1869 den Stein ins Rollen. Als sichtbares Zeichen gegen die Verdrängung des Christlichen aus dem öffentlichen Leben schlug Manyanet dem katalanischen Bischof Josep Caixal i Estradé vor, „dem glorreichen Patriarchen, dem heiligen Josef, eine Sühnekirche zu errichten, die aus freiwilligen Spenden der Spanier errichtet werden soll“.

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Caixal, der das Erste Vatikanische Konzil mitprägte, vermittelte Bocabella 1871 Zugang zu Pius IX., um die päpstliche Zustimmung für den Bau der Sühnekirche ganz aus den „Spenden der Sünder“ zu gewinnen, die „Sünde und Leid in Glauben und Erlösung verwandeln soll“. Als Zeichen persönlicher Anteilnahme schenkte Pius IX. Bocabella einen silbernen Messkelch.

Durch die Sagrada Família gezeigt, dass „Gott der wahre Maßstab des Menschen ist“

Bereits 1877 hatten die Verehrer des heiligen Josef genug Mittel gesammelt, um den Diözesanarchitekten um Entwürfe zu bitten; der Grundstein wurde 1882 in Gegenwart der Bischöfe von Barcelona und Vic sowie hoher kirchlicher und weltlicher Würdenträger gelegt. In einer bewegenden Geste schenkte Bocabella Manyanet den silbernen Kelch Pius’ IX., mit dem er die Einweihungsmesse am Josefsfest zelebrierte. Papst Johannes Paul II. sprach Manyanet 2004 heilig und würdigte seinen apostolischen Eifer für die Erneuerung des christlichen Lebens und den Bau der Sagrada Família.

Die Krypta der Sagrada Família in Bau, 1885: „Gotische Wiedergeburt Kataloniens“

Auch der junge Gaudí nahm an der Grundsteinlegung des Baus teil, den er schon ein Jahr später mit völlig veränderter Konzeption eigenverantwortlich weiterführen sollte. Benedikt XVI. nennt Gaudí einen

„genialen Architekten und konsequenten Christen, dessen Fackel des Glaubens bis zum Ende seines Lebens brannte, das er in Würde und völliger Schlichtheit führte“.

Er habe uns durch die Sagrada Família gezeigt, dass „Gott der wahre Maßstab des Menschen ist, dass das Geheimnis der wahren Originalität, wie er sagte, darin besteht, zum Ursprung zurückzukehren, der Gott ist“.

Innenansicht des Kirchenschiffs der Sagrada Família, bei der der Wald aus Säulen zum Vorschein tritt

Aus welchen Quellen schöpfte Gaudí, dem der päpstliche Nuntius 1915 bei einem Besuch der Baustelle sagte: „Sie sind der Dante der Architektur, und Ihr Werk ist die größte christliche Dichtung aus Stein“?

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„Im Zentrum seines Werkes sitzt Gaudís tiefer katholischer Glaube wie ein harter Kern, unverletzlich und unzerbrechlich“, resümiert eine Monografie. Wenn es auch Gaudí gewesen sei, der die Sagrada Família entworfen habe, so war es doch die Sagrada Família selbst, die ihn zu jenem gläubigen Christen machte, der er schließlich werden sollte.

„Nur eine Kirche kann die Gesinnung eines Volkes würdig repräsentieren; denn die Religion ist das Erhabenste im Menschen“,

bekennt Gaudí im Geiste mittelalterlicher Kathedralbaumeister. Seit dem 12. April 2000 läuft sein Seligsprechungsprozess.

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Zum Josefsfest 1889 vollendete Gaudí die Krypta. Sie war als Pfarrkirche nutzbar

Den Geist des Barri Gòtic in Barcelona, des größten noch vollständig erhaltenen gotischen Stadtviertels Europas, nahm Gaudí als junger Architekturstudent in sich auf. Einer seiner Lehrer war Joan Martorell i Montells, „der Pate der gotischen Wiedergeburt Kataloniens“.

Martorell erschloss Gaudí Eugène Viollet-le-Duc: „Wir müssen unsere Kreativität durch eine genaue Kenntnis der Werke unserer Vorfahren finden“, mahnte der französische Architekt. Daraus folge kein sklavisches Imitieren, sondern Einsicht in alle geheimen Fähigkeiten. Wer sie entdecke, erkenne schnell, „dass durch die Art von Gärung, die durch ihre Kombination ausgelöst wird, unaufhörlich Neues entstehen kann und muss“.

Martorell empfahl 1883 den jungen, noch nicht dreißigjährigen Gaudí für die Weiterführung des Baues. Von diesem Jahr an bis zu seinem Tod im Jahr 1926 widmete Gaudí den Großteil seiner Zeit und Kraft der Sagrada Família. Während seines letzten Lebensjahrzehnts galt ihr seine ungeteilte Aufmerksamkeit – nichts anderes war für ihn mehr von Bedeutung.

Die 1889 vollendete Krypta der Sagrada Família, hier eine Aufnahme um 1917

Zum Josefsfest 1889 vollendete Gaudí die Krypta, ihren ältesten Teil, bereits ganz in seinem Sinne. Sie war als Pfarrkirche nutzbar. Ihre rasche Fertigstellung und ihr edler Charakter sicherten Gaudí das Vertrauen seiner Auftraggeber. So gewann er Zeit, um den Gesamtentwurf der Sagrada Família völlig neu zu überdenken. In der Kapelle Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel befindet sich Gaudís Grab unter der anrührenden Marienstatue, die er selbst schuf.

Im Spanischen Bürgerkrieg griffen Anarchisten die Sagrada Família an und schändeten Gaudís Leichnam

Es verwundert kaum, wenn ein solcher Gründungsgedanke Widerstand findet. Daher wurde die Sagrada Família ein Gegenbild zu jener Moderne, die ihr feindlich entgegentrat.

In der Setmana Tràgica, der „tragischen Woche“ im Sommer 1909, als antiklerikale und anarchistische Kräfte Kirchen und Klöster Barcelonas, kirchliche Schulen und Asyle zerstörten, blieb die Sagrada Família noch wie durch ein Wunder weitgehend verschont. Im Spanischen Bürgerkrieg aber griffen die Anarchisten die Sühnekirche der Heiligen Familie frontal an. Innerhalb weniger Stunden gingen am 20. Juli 1936 mehr als fünfzig Jahre Arbeit in Rauch auf, als Gaudís Zeichnungen, Korrespondenzen und Archive den Flammen zum Opfer fielen.

Die Anarchisten schändeten selbst die Gräber in der Krypta und präsentierten die Leichen in einer schaurigen Parade. Am 19. August 1936 berichtete der Surrealist Salvador Dalí seinem Freund Pablo Picasso, von dem er wusste, wie sehr dieser Gaudís Arbeiten hasste:

„In Barcelona sah neulich ein Freund von mir am Nachmittag Herrn Antoni Gaudí die Via Laietana überqueren … Er wurde mit einem Seil um den Hals geschleift und sah recht schlecht aus, was in seinem Zustand zu erwarten war, da er doch gerade erst exhumiert wurde. Er ist ziemlich gealtert, obwohl er doch einbalsamiert wurde.“

Picasso, Dalí, Orwell: Die großen Hasser

Schon 1900 schrieb Picasso einem Freund, man solle Gaudí und die Sagrada Família zur Hölle schicken. Der englische Schriftsteller George Orwell, im Spanischen Bürgerkrieg auf republikanischer Seite und Autor des distopischen Romans „1984“, beschrieb die Sagrada Família als „eines der abscheulichsten Gebäude der Welt“ und fügte hinzu: „Die Anarchisten zeigten schlechten Geschmack, da sie es nicht in die Luft sprengten, als sie die Chance dazu hatten.“

Orwell war der Wahrheit näher, als er wusste: Die Anarchisten kehrten zurück, um die Weihnachtsfassade zu sprengen. Gaudís engster Mitarbeiter Sugrañes riskierte sein Leben und überredete die Anarchisten, von der Sprengung abzulassen. Wenige Tage später verlieren die ersten der „Zwölf Märtyrer der Sagrada Família“ ihr Leben.

Weihnachtsfassade (Geburtsfassade) der Sagrada Família

In den 1950er Jahren versuchte eine Petition, den Bau zu stoppen. Neben anderen unterschrieben die Architekten Le Corbusier und Walter Gropius, selbst der junge Josep Maria Subirachs, der im Alter die Passionsfassade der Sagrada Família gestaltete.

In den 1990er Jahren entbrannte erneut heftiger Streit: Eine Gruppe moderner Architekten und Stadtplaner vertrat die Auffassung, ein Weiterbau an der Sagrada Família müsse verboten werden. Noch 2008 forderte eine Gruppe von 400 Architekten, Schauspielern, Regisseuren und Galeriebesitzern den Baustopp der rein spendenfinanzierten Kirche.

Was die Sagrada Família aussagt und mitteilen will

Diese Bedrängnis erweist die Sagrada Família als Ort der Heilung. Das Kreuz auf dem Christus-Turm ist nun errichtet. Doch was sagt diese Kirche heute? Auch in ihr setzt Jesus Christus durch die heiligen Sakramente sein Erlösungswerk fort, um Sünden zu tilgen, die gestörte Ordnung wiederherzustellen und die Menschen zu ihrem letzten Ziel zu führen. In Barcelona führt Josef von Nazareth, das Haupt der Heiligen Familie, die Menschen zu Christus.

Skulptur des hl. Josef auf der Innenseite der Geburtsfassade in der Sagrada Família: Schutzpatron und Wurzelgrund des Kirchbaus

Als eines der kühnsten Bauwerke der Welt spricht die Sagrada Família in eine Gegenwart der Zersplitterung, geschwächter Bindungen, erodierender Familien, verdunkelter Hoffnung, bereits ausgebrochener und drohender Kriege, vor allen aber der Entfremdung von Gott. Herzergreifend verkündet sie eine Liebesordnung, in der Mann und Frau treu zusammenleben, in der Leben empfangen und behütet wird, Kinder im Glauben, in der Hoffnung und der Liebe heranwachsen und ihre Berufung finden.

Nicht im Lärm politischer Programme beginnt die Heilung unserer Welt, sondern in der stillen Heiligkeit gelebter Berufung.

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