AmaMi: Wie ein Startup die Beziehungskrisen unserer Zeit lösen will
Deutschland steckt in einer Beziehungskrise. Noch nie gab es so viele Menschen ohne festen Partner. Drei Viertel aller unter 30-Jährigen sind in keiner Liebesbeziehung. Das liegt zum einen daran, dass sich das Erwachsenwerden nach hinten verschoben hat, oder dass die Mobilität durch Ausbildung und Beruf zugenommen hat. Zum anderen liegt es aber auch an mangelnder Bindungsfähigkeit, die verschiedene Gründe hat.
Dabei sind dauerhafte Beziehungen, vor allem die Ehe, einer der wichtigsten Faktoren, wenn es um das physische, psychische und finanzielle Wohlergehen von Menschen geht. Verheiratete werden seltener krank, sind glücklicher und stehen finanziell besser da. Eine echte, tiefe Beziehung ist laut der Harvard-Langzeitstudie „Harvard Study of Adult Development“ ein Kernfaktor eines erfüllten Lebens. Deren aktueller Leiter Robert Waldinger betont: „Die wichtigste Botschaft aus der Studie ist: Gute Beziehungen machen uns glücklicher und gesünder. Punkt.“
Wer nach jahrelanger Ehe plötzlich die Verbindung zu seinem Partner und den Willen zum Kampf um die Liebe verliert, der ist selbst niedergeschlagen, kaputt, kraftlos. Und die Liebesbeziehungen kriseln – in der gesamten westlichen Welt. Nur die Hälfte aller Erwachsenen in Deutschland ist verheiratet. Und vier von zehn Ehen werden wieder geschieden. Eine aktuelle Umfrage des Institute for Family Studies und des Wheatley Institute der Brigham Young University in den USA ergab, dass weniger als ein Drittel der Befragten aktuell auf Partnersuche sei, obwohl mehr als die Hälfte von ihnen eine Beziehung wolle. Fast drei Viertel aller Frauen zwischen 22 und 35 Jahren hatten in den vergangenen zwölf Monaten kein „Date“, bei den Männern waren es zwei Drittel.
Ein wichtiger Grund dafür könnte nicht strukturell bedingt sein, sondern an einem geringen Selbstwertgefühl liegen. So gaben nur 25 Prozent der Befragten an, sich selbstbewusst genug zu fühlen, um einen potenziellen Partner anzusprechen oder nach einer Ablehnung nicht völlig niedergeschmettert zu sein. Weniger als 40 Prozent sagten, sie fühlten sich attraktiv für potenzielle Partner. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnte jeder dritte Erwachsene, der heute in seinen Zwanzigern ist, niemals heiraten. Was fatale Konsequenzen für die Gesellschaft hätte.
An einem Winterabend sitzt Katharina von Degenfeld an einem beheizten Stehtisch in einer Bozner Bar nahe des Waltherplatzes. Von Degenfeld ist der Mastermind hinter einer Single-App von Embrace Life Technologies. Das Startup mit Sitz in Neumarkt südlich von Bozen hat soeben eine Paar-App herausgebracht, mit der es die Beziehungskrise lösen will. Der Name der App lautet „AmaMi“, italienisch für „Liebe mich“. Die Anfang-Dreißigjährige mit dem einnehmenden Lächeln hatte zuvor fast zehn Jahre lang in der Schwangerschaftskonfliktberatung gearbeitet. Bei Aperol und Nudelhäppchen erzählt sie: Schwangerschaftskonfliktberatung sei fast immer auch Beziehungsberatung.
Diese Erfahrung sei auch in die AmaMi-App eingeflossen. Öffnet man die App, erwartet den Nutzer ein feminines Design mit Comic-Zeichnungen. „Sei eine Frau, die man einfach lieben muss, und bring dadurch Liebe in Euren Alltag. Mit Deinen personalisierten AmaMi-Sofort-Maßnahmen kannst Du genau dort ansetzen, wo Euer größtes Potenzial liegt.“
Aber was ist der AmaMi-Ansatz? Und warum sollte ausgerechnet eine App auf dem Smartphone, das oft auch als Beziehungshemmer gilt, helfen, die Liebesbeziehung zu verbessern? Katharina von Degenfeld stellt sich den Corrigenda-Fragen.
Frau von Degenfeld, sind Sie liiert?
Nein, derzeit nicht. Aber danke für Ihr Interesse! Fragen Sie für einen Freund?
Ich frage deshalb, weil ich wissen wollte, ob Sie Teil des traurigen Trends sind, wonach es anteilsmäßig in Ihrer Altersgruppe so wenig Menschen in einer Partnerschaft gibt wie seit mindestens 30 Jahren nicht mehr. Woran liegt das Ihrer Einschätzung nach?
Das ist eine der komplexesten Fragen unserer Zeit. Offen gestanden, fürchte ich, dass die meisten Männer, die in keiner Beziehung sind, letztlich auch keine Beziehung wollen. Es ist weniger herausfordernd und viel komfortabler, alles so zu belassen, wie es ist. Wesentliche Bedürfnisse können auch außerhalb von Beziehungen gestillt werden, zum Beispiel gibt es für Intimität heutzutage allerlei niederschwellige Möglichkeiten, für Anerkennung die Arbeit, für emotionale Nähe die allerbeste Friend-Zone-Freundin, mit der jeden Tag telefoniert wird und die das praktische „plus one“ ist … Es bleibt wenig, was Männer antreibt, wenig, wofür es sich lohnen könnte, darum zu kämpfen, eine Frau zu finden, sich für sie zu entscheiden, eine Beziehung aufzubauen und eine Familie zu gründen.
„Viele Frauen haben ein schlechtes Bild von Männern“
Sie sprechen jetzt ausschließlich von Männern …
Viele Frauen haben ein schlechtes Bild von Männern und entsprechend großes Misstrauen. Andererseits scheinen mir von Seiten der Frauen überhöhte Erwartungen und Ansprüche das Hauptproblem zu sein, wie der andere sein und wie alles passieren soll, die einen blind machen für das Wunderbare, das womöglich direkt vor der eigenen Haustür auf einen wartet … Ich denke übrigens auch, dass diese unrealistischen Vorstellungen unbewusst und aus Angst gebildet werden, um letztlich zu verhindern, dass eine Beziehung zustande kommen könnte.
Außerdem ist es sehr schwer geworden, Entscheidungen zu treffen und sich festzulegen. Die heutige Zeit ermutigt nicht, für etwas zu kämpfen. Auch schon in den kleinen Dingen, wie viel Zeit kann man vor der Speisekarte verbringen oder wie anspruchsvoll scheint es uns, ein Buch zu Ende zu lesen? Es wird immer zur schnellen Exit-Strategie geraten, wenn uns etwas viel abverlangt und wir eigentlich die Chance haben zu zeigen, was in uns steckt. Und trotzdem bin ich zu 100 Prozent davon überzeugt, dass die Sehnsucht nach Liebe in jedem Menschen ganz tief verankert und angelegt ist.
Also liegt die Herausforderung darin, erst einmal in eine Beziehung zu kommen, das Wagnis einzugehen. Was wollen Sie dafür tun?
Es ist eine Mammutaufgabe! Der Trend, den Sie angesprochen haben, ist ja tatsächlich dramatisch und hat nämlich unglaublich weitreichende Folgen: Eine starke Beziehung wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus, die psychische Gesundheit, die körperliche Gesundheit, die Lebenserwartung, die Leistungsfähigkeit, die Familie, das Umfeld und vor allem auf die Resilienz, also wie mit Herausforderungen und Krisen umgegangen wird – und damit auch die Lebensqualität!
Deswegen haben Sie und Ihr Team eine App entwickelt, die seit kurzem nutzbar ist. Ihr Name lautet AmaMi, was bedeutet das?
AmaMi ist Italienisch für „Liebe mich“, also die Sehnsucht eines jeden Menschen, geliebt zu werden. Der Name ist Programm: Wir möchten Menschen helfen, ihre Beziehung zu stärken und wieder mehr Liebe in ihrem Leben zu erfahren.
Die App richtet sich zum jetzigen Zeitpunkt also an Frauen in Beziehungen? Liebesbeziehungen sind komplex. Wie kann eine App helfen, die Beziehung zu stärken?
Eine App ist eines der geeignetsten Mittel, um die eigene Beziehung zu stärken. Die meisten Frauen tragen Beziehungsfragen mit sich herum und suchen nach Antworten, Orientierung und Hilfe. Jedoch ist die Hürde, Unterstützung in Anspruch zu nehmen, nicht nur emotional, sondern auch rein logistisch sehr hoch. Denken Sie nur daran, wie oft man den Satz hört „So schlimm ist es ja doch nicht“, wenn es darum geht, sich um ernsthafte Hilfe zu kümmern.
Das Smartphone hingegen ist bereits ein täglicher Begleiter. Über die AmaMi-App kann die Frau regelmäßige Check-ups, Persönlichkeits- und Stärkentests machen, sie erhält sofortiges Feedback und ganz konkrete, effektive Tipps, um echte Verbesserungen zu sehen. Die Themen sind sehr breit gefächert – von Kommunikation, Liebessprachen, Dankbarkeit, Attraktivität bis hin zu Intimität & Leidenschaft.
Wieso sollte noch mehr Bildschirmzeit vor dem Smartphone ein geeignetes Mittel sein?
Guter Punkt. Stellen Sie sich einfach vor, dass die Frauen ab dem Zeitpunkt einen exzellenten Mini-Paarcoach in der Handtasche mit sich tragen, der sie jederzeit ermutigt, weiterzumachen und genau die richtigen Ratschläge gibt.
AmaMi bezieht immer die Perspektive des Partners mit ein und hilft der Frau zu verstehen, was genau ihn antreibt, warum er was macht, dass er nichts grundlos macht, dass er das Leben in vielerlei Hinsicht anders angeht als sie, dass er anders priorisiert – häufig auch in ihrem Sinne, sie es aber noch nicht sehen kann – und ganz konkret, wie sie mehr Leidenschaft und Liebe in ihrer Beziehung erfahren können.
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Aus der Beratung von hunderttausenden Frauen in Krisensituationen und mit Beziehungsproblemen wissen wir: Wenn Frauen einen Ort haben, an dem sie ihre Probleme, Sorgen und Ängste aussprechen können und darin gesehen und gehört werden, ist das schon der halbe Weg zur Lösung. Es ist zwar kontraintuitiv, aber bei Frauen verkleinern sich Probleme häufig schon durchs Benennen. Bildschirmzeit ist dann gut investiert, wenn Beziehungen davon praktisch profitieren und zu Entscheidungen führen, die echte Veränderungen in unserem Leben anstoßen.
Bis jetzt ist die erste Version für die AmaMi-App für Frauen in einer Partnerschaft online: Es ist das erste Tool einer breiten Produktfamilie, die in den kommenden Monaten und Jahren folgen wird. Wir sind dabei, all unsere psychologische und therapeutische Expertise in digitale Tools zu gießen. Damit wird AmaMi eine echte Antwort auf die Komplexität von Liebesbeziehungen und die individuelle Situation der einzelnen Frau geben.
„Der Wunsch an den anderen ist ein Auftrag an mich“
Was unterscheidet den AmaMi-Ansatz von anderen?
Wir nennen ihn den „Love him first“-Ansatz: Es ist der Ansporn, nicht passiv darauf zu warten und zu hoffen, dass der andere errät und das macht, was man sich wünscht, sondern selbst immer wieder einen ersten Schritt zu tun.
Um ein paar Beispiele zu nennen: Wenn ich mich nach mehr Liebe in der Beziehung sehne, dann ist dieser Wunsch ein Auftrag an mich, dem selbst nachzukommen und diese Liebe in die Welt zu bringen. Wenn ich mir mehr Nähe wünsche, dann ist dieser Wunsch eine Herausforderung an mich selbst, mehr Nähe herzustellen. Wenn ich mir Versöhnung wünsche, dann bin ich selbst gefragt, die Versöhnung Realität werden zu lassen.
Mit AmaMi wird die Frau ihre Beziehung in einem anderen Licht sehen und den Handlungsspielraum, den sie hat, erkennen und ausschöpfen können, um ihre Beziehung sichtbar zu verbessern. AmaMi zeigt der Frau auf ganz neue Art, dass sie gerade in der Hingabe an ihren Partner über sich hinauswächst und Erfüllung findet, denn Liebe ist eine tiefe Sinnquelle …
Als Mann höre ich das gern. Als Frau würde ich jetzt fragen: Warum sollen die Frauen den ersten Schritt tun?
Ja, das kann ich mir gut vorstellen, dass Sie das gern hören … Aber da werde ich Sie jetzt vermutlich etwas enttäuschen: Wir werden nämlich auch bald eine App für Männer entwickeln, deren Grundsatz „Love her first“ lautet! Die Männer werden nicht dazu angeleitet, sich zurückzulehnen, sondern alles zu geben, um der (zukünftigen) Frau in ihrem Leben all ihre Liebe zu zeigen.
In einer Beziehung sind beide zu 100 Prozent verantwortlich für die ersten Schritte: die Frau zu 100 Prozent und der Mann zu 100 Prozent. Denken Sie nur an Paare, die frisch verliebt sind und sich am Anfang ihrer Liebesgeschichte befinden: Häufig kann man ein regelrechtes Wetteifern zwischen den beiden beobachten, den anderen mit Liebe zu überschüttern … Genau dort wollen wir hin!
Wir sollten grundsätzlich mehr die Sorge haben, dem anderen nicht genug Liebe gezeigt zu haben – anstelle der Sorge, zu viel gegeben zu haben!
Wir haben viel über Menschen in Beziehungen gesprochen. Was aber ist mit Singles? Umfragen zufolge tun sich jüngere Menschen heute grundsätzlich schwerer, sich auf eine feste Partnerschaft einzulassen. Was ist der AmaMi-Ansatz für Singles?
Er beginnt mit einem ganz wesentlichen Grundsatz: Die Frau, und zwar jede, ist – unabhängig von ihrem Beziehungsstatus – gewollt, einzigartig und wertvoll. Und sie ist es zu 100 Prozent wert, geliebt zu werden.
Zur Person Katharina von Degenfeld
Jahrgang 1994, studierte Geschichte und Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Arbeitet seit 2017 bei 1000plus und leitet den Bereich Campaigning & Fundraising, um Schwangeren in Not echte Beratung und Hilfe zu ermöglichen. Als angehende Logopädagogin hat sie die bald erscheinende AmaMi-Single-App maßgeblich mitentwickelt. Die 31-Jährige mit österreichischer und französischer Staatsbürgerschaft lebt in Südtirol, liebt Skifahren, das Meer und Aperol Spritz.
Viele Frauen, die sich eine Beziehung wünschen, haben schon einiges probiert und fühlen sich auf sich alleingestellt. AmaMi S (AmaMi für Singles) begleitet die einzelne Frau in all ihren Fragen. Zuerst kann sie in einem personalisierten, digitalen Coaching ihren „Love Code“ identifizieren: ihre besonderen Qualitäten, ihre besondere Ausstrahlung, ihren Attraktivitäts- und Herzenswärmetyp – alles, was sie mitbringt und was sie ausmacht. Sie wird dann darin gecoachet, das noch mehr zur Geltung und zum Strahlen zu bringen. Schritt für Schritt werden alle inneren Hürden abgebaut, den richtigen Mann für sie zu erkennen und eine beginnende Beziehung auf ein starkes Fundament zu setzen.
AmaMi S ist erst mal keine Dating-App. Denn de facto gibt es gerade seit dem Aufkommen von Dating-Apps so viele Alleinstehende wie schon seit langem nicht mehr. Auch wenn diese Apps nicht mehr wegzudenken und häufig wirklich gut sind, bringen sie auch Nebeneffekte mit sich, die das Zustandekommen von langfristigen Beziehungen erschweren. Deshalb setzt AmaMi bewusst einen Schritt vorher an, um Singles auf dem Weg in eine langfristige Beziehung zu begleiten.
Was ist mit Hypergamie?
Gibt es bestimmte Eigenschaften, die Frauen an Männern attraktiv finden und vice versa?
Ist das nicht hoch individuell? Ich würde sagen, dass Personen grundsätzlich anziehend sind, wenn sie aufs Gute ausgerichtet, etwas oder jemandem ganz hingegeben sind und wenn sie ihre Einzigartigkeit und ihr Potential ausleben.
Es heißt ja, dass Frauen bei Männern vorwiegend auf Stärke achten und Männer bei Frauen auf Schönheit. Außerdem würde ich sagen, dass Maskulinität und Femininität tatsächlich fürs jeweils andere Geschlecht attraktiv machen … aber wie sehr die oder der Einzelne das anziehend findet, hängt davon ab, wie maskulin oder feminin man selbst ist.
Gibt es das Phänomen Hypergamie?
Ein umstrittenes Thema. Das Phänomen beschreibt im Ansatz erst mal einen natürlichen Vorgang: Eine Frau hat rein biologisch und hormonell ein starkes Sicherheitsbedürfnis. Sie muss wissen, ob ein Mann sie schützen und sie sich auf ihn verlassen kann, wenn sie sich am verletzlichsten zeigt.
Man kann das „Hochschauen“ nennen, wobei das eine hierarchische Konnotation hat. Im Grunde handelt es sich um Respekt, Bewunderung, Achtung, die es von beiden Seiten braucht: Ohne diese kommt eine Beziehung wirklich nur schwer zustande … Aber die gute Nachricht ist: Respekt, Bewunderung und Achtung können unabhängig vom sozialen Status, vom Alter oder vom Kontostand entgegengebracht werden. Man kann sich dafür entscheiden – und zwar dann, wenn man beginnt, im Gegenüber das Gute, Schöne und Liebenswerte zu sehen, das ein jeder in sich trägt. Aus dem Grund werden wir übrigens auch eine Dating-App entwickeln, die bahnbrechend sein wird, weil sie beiden Seiten, den Frauen und den Männern, helfen wird, tiefer zu sehen.
Wann wird es AmaMi für Männer geben?
Die Männer-App ist für diesen Herbst geplant.
Über AmaMi
AmaMi ist eine kostenlose App, die Frauen hilft, ihre Beziehung zu stärken. Mitte März erscheint die erste Version von AmaMi für Singles, die Frauen, die sich eine langfristige Beziehung wünschen, ermöglicht, den Richtigen für sie zu erkennen und ihre beginnende Beziehung auf ein starkes Fundament zu stellen. Die App ist aktuell auf Deutsch verfügbar und im App-Store und Google Play-Store zu finden.
Kommentare
"Offen gestanden, fürchte ich, dass die meisten Männer, die in keiner Beziehung sind, letztlich auch keine Beziehung wollen."
Das ist genau der Satz, bei dem die meisten Männer schon weg sind. Und zwar zu Recht! Männer haben überhaupt keinen Grund, sich dafür zu entschuldigen, was sie sind! Auch wenn der linksgrüne Zeitgeist – aber leider auch einige Rechtskatholiken – das gerne so hätten.
Nun könnte man einwenden, der Mann solle ein Krieger sein und um die Frau kämpfen. Das hat (von Stalking-Vorwürfen ohnehin abgesehen) nur einen Haken: Die richtige Frau für einen Krieger (im Sinne von "Bein von meinem Bein, Fleisch von meinem Fleisch" (Genesis)) ist die Kriegerin, nicht die Heulsuse oder Meckerzicke!
Im weiteren Verlauf bringt dann das Interview einige gute Hinweise. Skeptisch bin ich nur, ob zwischenmenschliche Probleme, die man analog nicht gebacken kriegt, per App funktionieren ...
Trotzdem – oder vielleicht umso mehr – wünsche ich dem Projekt viel Erfolg!
@Ambrosius
Sie haben die Stelle offenbar falsch gelesen. Das ist kein woker Angriff auf Männer, zumindest habe ich Frau von Degenfeld so nicht verstanden. Es ist eher so, dass viele Männer, wie die Statistiken zeigen, tatsächlich keine ernsthafte Beziehung wollen, wenn sie jung sind.
Aber natürlich gibt es eine gewisse Reibung zwischen den Geschlechtern – aber ist das schlecht?
Ich frage mich, ob die beste, sinnvollste und nützlichste App nicht die wäre, welche ihre Nutzer zu überzeugten Smartphoneverweigerern macht. Wer nur die minimal zwingend erforderliche Zeit im Virtuellen zubringt und sonst im Realen bleibt/lebt, der wird bestimmt anders werden, auch in seiner Sicht auf andere Menschen und auf zwischenmenschliche Beziehungen, seine eigene Zukunft und sein Selbstwertgefühl.