Direkt zum Inhalt
Interview mit Kira Geiss

„Ich wünsche mir auf jeden Fall, Mama zu sein“

Mitte Juni fand in Wien das 6. Internationale Parlamentarische Gebetsfrühstück im österreichischen Parlament statt. Als Impuls-Geberin war unter anderem die amtierende Miss Germany eingeladen. Kira Geiss sprach in ihrer Rede über ihr Herzensthema Jugendarbeit. Das hat einen persönlichen Hintergrund: Mit zwölf Jahren verfiel die Magdeburgerin dem Alkohol, erlebte Missbrauch, verlor Freunde an Drogen und sah, wie „junge Menschen abstürzen“. Geiss selbst wurde „aufgefangen von Jugendarbeit – und von Jesus“, wie sie vor 270 Gästen bekannte, darunter Politiker jeglicher Couleur und Kirchenvertreter. 

Die Miss-Germany-Wahl erlebte in den vergangenen Jahren einen Wandel. Es kommt nicht mehr nur auf Modelmaße an. Gefragt sind gesellschaftlich engagierte Frauen mit Persönlichkeit. Statt eines Krönchens winkt der Gewinnerin der „Female Leader Award“. Gesellschaftlich engagiert ist Geiss schon seit Jahren. Mit der Miss-Germany-Siegerprämie in Höhe von 25.000 Euro möchte sie nun in ein Projekt für Jugendarbeit investieren. Im Corrigenda-Interview spricht die Theologiestudentin auch über die Generation Z, ihre Glaubensgeschichte und welchen Stellenwert Familie sowie Gott für sie haben.

Frau Geiss, können sie drei Schlagworte nennen, die die Generation Z – Ihre Generation – im Vergleich zur vorigen ausmachen?

Social Media, Diversity und Lautsein.

Wie definieren Sie Diversity?

Ich glaube, das hängt ganz eng mit Social Media zusammen. Wir sehen, was alles in der Welt passiert, wir haben Zugang zu unglaublich vielen Informationen. Das kann einen befähigen loszugehen, es kann aber auch das Gefühl vermitteln, immer noch spezieller und individueller sein zu müssen. Da ist in gewisser Weise der Zwang, etwas Besonderes sein und machen zu müssen. Hand in Hand geht damit auch die „fear of missing out“. Bei mir könnte man das ja auch sagen, wegen den blonden Strähnen.

Sind die Strähnen so eine Art Markenzeichen?

Ja, kann man sagen. Es war ursprünglich nicht beabsichtigt, hat sich aber dann zu einem Markenzeichen entwickelt.

Sie setzen sich ein für den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Generationen. Was können ältere Generationen von Ihrer Generation lernen?

Das Know-how der medialen Welt. Das hat einfach niemand so im Blut wie die Generation Z. Da muss ich aber etwas ausholen: Wir sind in Generationen mit unterschiedlichen Perspektiven groß geworden. Die einen haben die Wirtschaftskrise mitgemacht, die anderen die Nachkriegszeit und meine Generation eben den digitalen Wandel. Ich denke, wenn wir anfangen, diese unterschiedlichen Perspektiven zu teilen, können wir wirklich voneinander profitieren. Das ist vor allem auch in der Politik und bei großen Events wie diesem hier wichtig, da häufig primär die ältere Generation vertreten ist.

Viel besser wäre es aber, wenn alle Perspektiven unserer Gesellschaft vertreten wären. Jeder Austausch ist schließlich auch ein Lernprozess. Die älteren Generationen könnten von diesem profitieren und vermittelt bekommen, wie die Gen Z als Arbeitnehmer gewonnen werden kann. Denn welche Generation ist näher am Zeitgeist als die Gen Z?

„Der Mensch ist ein Wesen, das sich nach Sicherheit und Struktur sehnt“

Stichwort Zeitgeist: Wie würden Sie den aktuellen Zeitgeist beschreiben?

Alles ist super schnelllebig. Wir sehen das zum einen in der Modeindustrie, alles muss up to date sein, zum anderen aber auch im technologischen Fortschritt. Und das im Positiven wie im Negativen. Durch diese Schnelllebigkeit kommt häufig das Gefühl auf, keine Sicherheit mehr zu haben. Ich bin der Meinung, dass der Mensch ein Wesen ist, das sich nach Sicherheit und Struktur sehnt und das ist gerade durch die vielen Wandlungen in der Gesellschaft sowie Social Media selten gegeben.

Vor einigen Wochen hatte ich ein Gespräch mit Thomas Strobl, dem Innen- und Digitalisierungsminister von Baden-Württemberg. Wir haben über Digitalisierung, den richtigen Umgang mit Social Media gesprochen, und wie das in Schulen vermittelt werden könnte. Die Schwierigkeit hierbei ist, dass wir aufgrund der Schnelllebigkeit und Entwicklung dieser Welt gar nicht hinterher kommen mit dem Schulen von Lehrkräften. Wenn eine Kompetenz vermittelt wurde, ist das System schon wieder drei Schritte weiter. Ich glaube, an diesem Punkt müssen wir dringendst arbeiten.

Denn wenn wir nicht lernen, die Sozialen Medien als „Werkzeug“ zu nutzen, kann damit auch viel kaputt gemacht werden. Bereits jetzt sind um die 680.000 junge Menschen allein in Deutschland abhängig von digitalen Medien. Das bereitet mir ein bisschen Sorge.

Was genau bereitet Ihnen Sorge?

Wenn wir nicht lernen, besser mit der Digitalisierung und Schnelllebigkeit umzugehen. Es ist tricky, wenn wir nie vermittelt bekommen, was für ein Werkzeug ChatGPT ist, wenn das nur die intellektuelle Oberschicht weiß. Theoretisch könnte man ChatGPT fragen: „Wie baue ich eine Bombe?“, genauso aber auch „erkläre mir, wie die Demokratie funktioniert“. Wir müssen eben lernen, diese Medien richtig zu benutzen

Jugendstudien zeigen, dass Jugendliche Politik und Medien nicht mehr vertrauen. Wo kann die Gesellschaft oder auch Jugendarbeit ansetzen, um das zu ändern?

Ich glaube, man muss Menschen das Gefühl vermitteln, dass sie gehört werden. Menschen werden laut, wenn sie das Gefühl haben, nicht beachtet zu werden. Das sehen wir ja gerade bei der „Letzten Generation“. Das kommt daher, dass man das Gefühl hat: Unsere friedlichen Demonstrationen von „Fridays for Future“ bringen nichts. Ich fühle mich ungehört, jetzt muss ich radikaler werden.

Meiner Meinung nach wäre es seitens der Politik wichtig, Räume zu öffnen und gerade junge Menschen immer wieder einzuladen. Beispielsweise wie hier zum Parlamentarischen Gebetsfrühstück. Und genau das sollte dann ganz präsent in den Sozialen Medien kommuniziert werden, um zu zeigen, dass diese Menschen auch gesehen werden und ein Mitspracherecht bekommen, wenn sie sich engagieren und akkurat ausdrücken.

Zusätzlich könnte es von Vorteil sein, wenn wir anfangen, mit Politikern oder Leuten, die für unserer Gesellschaft spannend sind, in Schulen zu arbeiten. Damit meine ich keine Veranstaltungen, bei denen drei Stunden in Turnhallen gesessen wird, sondern Veranstaltungen, die im Zeitgeist der jungen Generation gestaltet sind und sie wirklich anspricht.

„Die junge Generation braucht Freiraum, aber nicht unendliche Möglichkeiten“

Haben Sie ein Vorbild aus der älteren Generation, jemand, der älter ist als 40 und zu dem Sie aufschauen?

Mein Mentor Oliver Ahlfeld, zu dem schaue ich sehr auf. Er hat christliche Gemeinden gegründet, ganz viel Jugendarbeit gemacht und sich dann aber auch zurückgestellt, um anderen Raum zu geben. Er hatte einen Bedarf gesehen und die gute Idee gehabt, eine Jugendgemeinde zu gründen.

Sprechen Sie von der Eastside-Gemeinde in Magdeburg?

Genau, mein Mentor ist der Initiator. Es war aber auch das Bewusstsein da, dass junge Menschen vor allem von jungen Menschen erreicht werden. Er hat gesagt: „Es ist für mich nicht an der Zeit, eine Jugendgemeinde zu gründen, ihr seid viel näher an dieser Zielgruppe dran“. Daraufhin hat er drei Frauen ausgesucht, eine davon war ich, und gesagt: „Ich bin da für euch, wenn ihr Fragen habt, aber es ist euer Projekt und ich mische mich nicht ein.“ Davor habe ich großen Respekt.

Vorschau Kira Geiss ist neue Miss Germany
Am 4. März 2023 wurde Kira Geiss in der Europa-Park-Arena in Rust zur Miss Germany 2023 gekürt

Er hat quasi den Staffelstab weitergereicht …

Ja. Ich glaube, die junge Generation braucht Freiraum. Aber nicht im Sinne von unendlichen Möglichkeiten. Wir brauchen Freiraum in einer Struktur. Wir brauchen eine Vorgabe, müssen wissen, woran wir sind, aber wir müssen selbst entscheiden dürfen. Da ist diese Suche nach Identität. Womit kann ich mich identifizieren, was ist mein Sinn? Wenn wir Unternehmer oder Arbeitgeber sind, müssen wir feste Strukturen haben, in diesen Strukturen aber auch Freiraum geben. Das hat mein Mentor gemacht. Wir sind ein paar Mal bei ihm auf dem Sofa gesessen, weil wir bei Sachen nicht weiterwussten. Er hat dann die richtigen Fragen gestellt und Ratschläge gegeben, aber er hat sich rausgenommen.

Das ist schön zu wissen, dass man nicht die ganze Zeit jemanden hat, der einem auf die Finger guckt. Sonst hätte man das Gefühl: Ich mache es nicht gut genug, ich bin nicht wertvoll, ich werde nicht gesehen. Da wären wir wieder an diesem Punkt: Wenn wir nicht gesehen werden, fangen wir an zu rebellieren, jetzt mal ganz überspitzt gesagt. Wen ich als Persönlichkeit auch spannend finde, ist die deutsche Bundesministerin für Familie und Jugend, Lisa Paus.

Stichwort Paus: In einem Interview sagten Sie: „Ein großes Ziel wäre es für mich auch, mit Familienministerin Lisa Paus zusammenzuarbeiten. Ich finde es ganz stark, was sie macht“. Sehen Sie da nicht eine Kollision mit christlichen Werten? Paus möchte den Paragraphen 218 abschaffen, also Schwangerschaftsabbrüche legalisieren, das Selbstbestimmungsgesetz einführen und fördert die „Meldestelle Antifeminismus“.

Ich finde ihre Arbeit und dieses Lautmachen für eine andere Generation gut. Sie unterstützt das Projekt „Vote 16“ (Ein Volksbegehren in Bayern zur Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre, Anm.). Ich stehe hinter keinem Menschen und seinen Ansichten zu 100 Prozent. Nur weil ich mit ihr arbeiten würde, vertrete ich damit nicht automatisch all ihre Ansichten. Mir geht es vor allem um die Jugendarbeit, denn sie hat einen tollen Impact und ein Herz für junge Menschen, so wie ich auch.

„Ich sehe in Lisa Paus eine Türöffnerin“

Sind Sie für ein Wahlrecht ab 16?

Ja. Aber ich glaube, es braucht Anleitung. Also nicht einfach: Jetzt dürft ihr wählen, sondern: Du darfst wählen und ich leite dich dabei an. Wir brauchen eine gute Kommunikation. Das darf auch in der Schule sein und cool vermittelt werden. Ich liebe es, dass Lisa Paus in die junge Generation und auch in Familienpolitik investiert. Wir müssen Familienstrukturen fördern, denn wir können nicht jeden einzelnen jungen Menschen erreichen. Wenn wir aber mit Familien arbeiten und sich Jugendliche Medienkompetenz aneignen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, mehr junge Menschen zu erreichen.

Wo investiert Lisa Paus konkret in Familienpolitik?

Naja, zum Beispiel dass Familien unterstützt werden durch die Kindergrundsicherung. Das ist ein Konzept, das aktuell von ihr ausgearbeitet wird, um Familien strukturell zu entlasten.

Aber Sie sehen da keine Kollision mit christlichen Werten?

Zu manchen Themen wie zur Abtreibung werde ich mich in der Öffentlichkeit nicht positionieren. Einfach aus dem Grund, weil es nicht relevant für mein Thema der Jugendarbeit ist. Darauf liegt mein Fokus. Ich sehe vor allem eine Türöffnerin in Lisa Paus und würde mich gerne mal mit ihr zusammensetzen, um mit ihr zu reden. Das wäre gerade dieses generationenübergreifende Arbeiten, das ich angesprochen habe.

Ich habe viele Ideen, ich kenne die junge Generation, ich weiß, was Leute erreicht, wie die sozialen Medien sind. Sie hat im Gegenzug die notwendigen Mittel und das Knowhow und weiß, was möglich ist und was nicht. Ich finde sie als Frau interessant, weil sie sich eben für Familie und Jugend stark macht. Ich finde, das bräuchte man mehr in unserer Gesellschaft, gerade bei dem Thema sozialer Nachhaltigkeit, welches manchmal ein bisschen vom Tellerrand fällt.

Was genau verstehen Sie unter sozialer Nachhaltigkeit?

Nachhaltigkeit hat eine ökologische, wirtschaftliche und soziale Komponente. Das Soziale ist alles, was den Menschen betrifft. Wie können wir Strukturen fördern, damit es Menschen gut geht? Wie können wir uns für Bildung einsetzen? In der Eastside-Gemeinde hatten wir zum Beispiel Events mit christlichen Aktivitäten und welche ohne christlichen Impuls. Dort haben wir jungen Menschen den Raum gegeben, im musikalischen, kreativen und sozialen Bereich zu wachsen. Das ist für mich auch soziale Nachhaltigkeit: Junge Menschen fördern, ihnen Perspektive geben, ihnen bei der Berufswahl helfen, in Familienstrukturen zu investieren und damit in eine gesunde Gesellschaft zu investieren.

Zur Person Kira Geiss

Kira Geiss wuchs mit Eltern und drei Geschwistern in Wilhelmsdorf im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg auf. Nach dem Realschulabschluss machte die 20-Jährige eine Ausbildung zur Visual Merchandiserin. Dann zog sie nach Magdeburg in Sachsen-Anhalt und baute ab 2021 mit zwei weiteren jungen Frauen die „Eastside”-Jugendgemeinde auf. Diese ist Teil des Projekts „Erprobungsräume” der evangelischen Landeskirche. An der Evangelischen Missionsschule im baden-württembergischen Unterweissach lässt sich Geiss seit Herbst 2022 zur Religions- und Gemeindepädagogin ausbilden. Aufgrund ihrer Tätigkeiten als Miss Germany hat sie ihre Ausbildung derzeit pausiert.

„Es geht darum, gesunde Familien zu haben“

Ist Familie für Sie eine Perspektive?

Auf jeden Fall. Ich wünsche mir, irgendwann mal Mama zu sein. Im selben Zuge wünsche ich mir, dass Familienstrukturen weiter ausgebaut werden. Ich hoffe, dass wir irgendwann keine Frauenquote mehr brauchen, dass man sich als Frau bewirbt und die gleichen Chancen hat. Ich hoffe, dass sich die Förderungen daran anpassen, dass Frauen vollberuflich arbeiten können, wenn sie es möchten. Ich höre häufig von meinem Umfeld, dass man keine Kinder kriegen will, weil einem dadurch im Berufsweg Steine in den Weg gelegt werden.

Ich hoffe, dass wir da einen guten Mittelweg finden. Es geht darum, gesunde Familien zu haben und zu fördern, aber dass trotzdem neue Strukturen aufgebaut werden, damit Frauen gefördert werden.

Also es geht um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie?

Genau. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehe ich als Problem. Wann wäre der richtige Punkt, um Kinder zu kriegen und zu heiraten, wenn ich doch eigentlich noch studieren und Berufserfahrung machen möchte? Aber grundsätzlich möchte ich gerne eine Familie haben, aber auch weiterhin arbeiten und mich investieren.

Vorschau Kira Geiss mit Jugendlichen der Eastside Gemeinde in Magdeburg
Kira Geiss (1. Reihe rechts) mit Jugendlichen der von ihr mitgegründeten Eastside Jugendgemeinde in Magdeburg

Wie sind Sie eigentlich zum christlichen Glauben gekommen? Soweit bekannt, hat es etwas mit einem Jugendtreffen in der Schweiz zu tun.

Ja, es war eine ganz kleine Jugendfreizeit der evangelischen Brüdergemeinde Wilhelmsdorf mit vielleicht 20 Leuten. Ich habe gemerkt, dass die Menschen anders sind als die Leute, mit denen ich mich davor umgeben habe, dass sie andere Werte haben, dass sie ein anderes Mindset haben und dass sie mir anders begegnen. Glaube fand ich am Anfang total skurril. Ich habe irgendwann gesagt: „Hey Gott, wenn´s dich wirklich gibt, ich bin offen für dich“. Ich habe krasse Sachen erlebt, krasse Wunder.

Damals habe ich mich mit 16 dazu entschieden, von zu Hause auszuziehen und im selben Ort in ein christliches Mehrgenerationenhaus einzuziehen. Meine Eltern haben das voll unterstützt. Dort habe ich viel Lobpreis mit meinen WG-Mitbewohnern gemacht, viel gebetet und Bibel gelesen. Ich hatte einen Mentor, der mich begleitet hat und in dieser Zeit erlebt, was sich verändert, wenn man mit Jesus lebt.

„Ich versuche alles, mit Jesus zu tun“

Haben Ihr Mentor oder auch Ihr Pastor die Bewerbung für die Miss-Wahl kritisch gesehen?

Sobald ich erklärt habe, dass es einen Wandel bei der Miss-Wahl gab, haben das alle positiv gefunden, weil jeder wusste, wie sich mein Leben durch Jugendarbeit verändert hat und dass ich viele Jahre in Jugendarbeit investiert habe. Sie fanden es gut, das jetzt einen Schritt größer zu denken.

Wie leben Sie ganz praktisch im Alltag Ihren Glauben?

Für mich gibt es keinen Raum, wo Gott nicht ist. Gott ist für mich immer da und oft mache ich einfach ein 15-Sekunden-Stoßgebet. Ich nehme mir gerne morgens oder abends Zeit, um Bibel zu lesen. Ich bin viel mit der Studentenmission Deutschland in Magdeburg unterwegs. Der Gottesdienst am Sonntag ist mir super wichtig. Jesus ist für mich einfach ein Begleiter, ein Freund fast schon, den ich immer mitnehme. Er ist niemand, der von mir getrennt ist, sondern der mir ganz nahe ist.

Oft bete ich zum Beispiel: „Papa, ich habe jetzt gleich einen Auftritt, öffne die Herzen der Menschen.“ Oder: „Hier struggle ich gerade“. Ich hatte letztens eine Situation, wo ich einfach dankbar war für eine Blaubeere. Ich habe mir gedacht, wie verrückt es doch ist, dass so viel Detail in unserer Welt steckt, wie selbstverständlich das aber ist und wie schade, dass wir so wenig dafür danken. Grundsätzlich versuche ich alles, was ich tue, mit Jesus zu tun.

4
2

6
Kommentare

Comment

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.
  • Website- und E-Mail-Adressen werden automatisch in Links umgewandelt.
Kommentar
12
wdzl
Vor 9 Monate 3 Wochen

"Für mich gibt es keinen Raum, wo Gott nicht ist" - Außer natürlich in allen Bereichen, in denen ihr Glaube mit ihrem Wunsch, von der Welt akzeptiert zu werden, in Konflikt geraten könnte, etwa indem sie Gottes Wahrheit über Abtreibung oder andere kulturelle Themen klar zum Ausdruck bringt. Heuchelei.

11
Christ
Vor 9 Monate 3 Wochen

Das einzig Richtige an diesem Interview sind die Fragen! Wie kann man als Christin gut finden, was die grüne Familienministerin Lisa Paus vertritt: Ein Selbstbestimmungsgesetz, wonach jede Person ein „gefühltes Geschlecht“ annehmen kann? Die biologische Zweigeschlechtlichkeit von Frau/Mann wird bestritten und die Existenz von x weiteren Geschlechtsidentitäten behauptet. (s.LSBTIQ-Lexikon der bpb) siehe dazu: 21.06.2023 https://www.focus.de/politik/meinung/analyse-von-ulrich-reitz-was-ist-e…
Auf solcher Basis wird sich das von Frau Geiss gewünschte Ideal einer "gesunden" Vater-Mutter-Kind-Familie kaum realisieren lassen. Logische Folge dieser Transideologie ist im Gegenteil eine sog. geschlechtsneutrale Erziehung, wie sie die ÖR-Medien ARD und ZDF bereits in ihrem Jugendprogramm „Funk“ propagieren. Darin zu hören die Frage an das 3-jähr. Kind: "Mit welchem Pronomen möchtest Du heute angesprochen werden?" Zur Auswahl stehen ER/SIE/ES oder keines von allen. https://www.youtube.com/watch?v=XtoeBVhZwrM
Ist ein größerer Kontrast zum binären Menschenbild des biblischen Schöpfungsberichtes denkbar? Wie passt das zum Christentum? Kira Geiss sei der Tipp für Christen des Biologen Prof.Siegfried Scherer empfohlen: https://www.jesus.ch/magazin/gesundheit_und_umwelt/413510-fortpflanzung…

6
Paul Dornfeld
Vor 9 Monate 2 Wochen

Es mag keine Heuchelei sein, aber was soll daran klug sein, kritischen Fragen auszuweichen, und das klassische Familienbild hochzuhalten, gleichzeitig aber eine Grüne Familienministerin zu loben, die das größtmögliche transideologische Familien-Zerstörungsprogramm propagiert? Das ist zumindest widersprüchlich, wenn nicht ein Zeichen von Uninformiertheit, bzw. Naivität. Kira Geiss lobt Lisa Paus, die die biologische Zweigeschlechtlichkeit infragestellt, im Einklang mit der Grünen Transfrau Tessa Ganserer, -(lt.Wikipedia: Tessa Ganserer (* 16. Mai 1977 in Zwiesel; bürgerlich Markus Ganserer...) siehe dazu auch: https://www.dibev.de/446.html, - die allen Ernstes behauptet: „.“Ein Penis ist nicht per se ein männliches Geschlechtsorgan«. Was ist es dann?
Tatsächlich soll ein neues Selbstidentifikations-Gesetz es ermöglichen, sich je nach Gefühlslage von Mann zu Frau und umgekehrt zu deklarieren. Solch ein Ansinnen wird zurecht "Unkritischer Umgang mit menschlichen Machbarkeitsphantasien“ genannt.
Kira Geiss unterstützt das Vorhaben, das Wahlalter herabzusetzen. Ihre Definition freien Wählens ist allerdings merkwürdig: „Du darfst wählen und ich leite dich dabei an.“ Klingt nach betreutem Wählen, alles in allem reichlich unausgegoren.

11
Christ
Vor 9 Monate 3 Wochen

Das einzig Richtige an diesem Interview sind die Fragen! Wie kann man als Christin gut finden, was die grüne Familienministerin Lisa Paus vertritt: Ein Selbstbestimmungsgesetz, wonach jede Person ein „gefühltes Geschlecht“ annehmen kann? Die biologische Zweigeschlechtlichkeit von Frau/Mann wird bestritten und die Existenz von x weiteren Geschlechtsidentitäten behauptet. (s.LSBTIQ-Lexikon der bpb) siehe dazu: 21.06.2023 https://www.focus.de/politik/meinung/analyse-von-ulrich-reitz-was-ist-e…
Auf solcher Basis wird sich das von Frau Geiss gewünschte Ideal einer "gesunden" Vater-Mutter-Kind-Familie kaum realisieren lassen. Logische Folge dieser Transideologie ist im Gegenteil eine sog. geschlechtsneutrale Erziehung, wie sie die ÖR-Medien ARD und ZDF bereits in ihrem Jugendprogramm „Funk“ propagieren. Darin zu hören die Frage an das 3-jähr. Kind: "Mit welchem Pronomen möchtest Du heute angesprochen werden?" Zur Auswahl stehen ER/SIE/ES oder keines von allen. https://www.youtube.com/watch?v=XtoeBVhZwrM
Ist ein größerer Kontrast zum binären Menschenbild des biblischen Schöpfungsberichtes denkbar? Wie passt das zum Christentum? Kira Geiss sei der Tipp für Christen des Biologen Prof.Siegfried Scherer empfohlen: https://www.jesus.ch/magazin/gesundheit_und_umwelt/413510-fortpflanzung…

4
NLP
Vor 9 Monate 3 Wochen

schön zu sehen dass es junge christen in herausragenden positionen gibt, die nicht nur labern oder meckern, sondern auch was tun und gestalten!

6
Anonymous
Vor 9 Monate 3 Wochen

Was für eine beeindruckende, junge Frau. Was für eine Lebensgeschichte, obwohl sie noch so jung ist.
Ja, ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum sie Lisa Paus super findet. Aber wer weiß, vielleicht geschehen noch weitere Wunder und sie bekehrt Paus, die für meinen Geschmack alles andere als eine gute Arbeit für Familien macht.
Ich wünsche Frau Kira alles Gute und weiterhin viel Tatendrang verbunden mit dieser wohltuenden Gelassenheit.

12
wdzl
Vor 9 Monate 3 Wochen

"Für mich gibt es keinen Raum, wo Gott nicht ist" - Außer natürlich in allen Bereichen, in denen ihr Glaube mit ihrem Wunsch, von der Welt akzeptiert zu werden, in Konflikt geraten könnte, etwa indem sie Gottes Wahrheit über Abtreibung oder andere kulturelle Themen klar zum Ausdruck bringt. Heuchelei.

4
Vor 9 Monate 3 Wochen

Es ist keine Heuchelei, wenn Geiss Journalisten antwortet, dass sie sich zu bestimmten Reizthemen nicht äußern möchte. Denn: Wenn sie sich im "Hau-drauf-Stil", wie einige Christen das gerne hätten, zu Abtreibung, LGBTQI, Homoehe und anderem äußert, ist gewiss, dass das zur Schlagzeile gemacht wird und nur mehr darüber geredet wird, nicht aber über die Themen, die sie ja eigentlich setzen möchte (Jugendarbeit, Gen Z, Familien stärken, Jesus). Auch die Klugheit ist eine Tugend!