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Kolumne „Das liebe Geld“

Auch kleine Schritte führen zum Vermögen

Das Vorurteil hält sich hartnäckig: Aktien sind nur etwas für Reiche. Es braucht hohe Summen, um an der Börse zu investieren. Unsinn! Schon mit ganz kleinen Summen geht es los. Sogar wenn Sie Ihr Risiko über viele Dutzende oder gar Hunderte Aktien streuen wollen – was übrigens eine ziemlich gute Idee ist –, können Sie mit wenig Geld beginnen.

Sparpläne auf börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz: ETFs) oder aktiv gemanagte Aktienfonds sind die Lösung. Je nach Bank oder Broker können Sie schon ab zehn, 25 oder 50 Euro starten. Mit einem Sparplan sparen Sie regelmäßig, meistens monatlich einen kleinen Betrag, und investieren ihn an der Börse. Und es macht sehr viel Sinn, wenn Sie auch kleine Summen in Fonds oder ETFs investieren. Denn Aktien bieten langfristig eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent.

Und so funktioniert das Ganze: Fonds oder ETF auswählen, Sparrate festlegen und mit wenigen Klicks den Sparplan einrichten. So können Sie Schritt für Schritt ein kleines oder auch größeres Vermögen aufbauen – je nach Rate. Apropos: Mit Sparplänen bleiben Sie maximal flexibel, denn die Sparraten können Sie jederzeit nach oben oder unten anpassen oder aussetzen. Es reicht schon ein Basiswissen über die Börse, um anzufangen. Und Sie müssen sich eigentlich auch nicht um Ihre Anlage kümmern. Lassen Sie den Sparplan einfach laufen.

Dabeibleiben – vor allem, wenn es ruppiger zugeht

Und das bitte und vor allem auch, wenn es an der Börse mal etwas ruppiger zugeht. Denn mit einem Sparplan profitieren Sie genau dann vom sogenannten Cost-Average-Effekt, dem Durchschnittskosteneffekt, da Sie bei niedrigen Kursen mehr Anteile und bei hohen Kursen relativ weniger Anteile kaufen. Und noch ein Vorteil: So ein Sparplan diszipliniert uns, regelmäßig zu investieren. Und das ganz automatisch. Außerdem müssen wir uns keine Gedanken darüber machen, wann der günstigste Zeitpunkt zum Kauf ist. Man kauft einfach immer.

Doch welchen Fonds, welchen ETF wählen? Für den Einstieg würde ich auf einen global investierenden Fonds oder eben einen ETF auf dem MSCI World, den MSCI All Country World oder den FTSE All-World setzen. Es gibt aber auch Fonds und ETFs, mit denen Sie in bestimmten Regionen, Ländern oder Branchen investieren. Wofür Sie sich entscheiden, ist Geschmacksache. Wichtig ist jedoch, eines zu beachten: je spezieller, desto riskanter.

Wertentwicklung von Sparplänen

Für den langfristigen Vermögensaufbau ergibt es durchaus Sinn, sehr, sehr breit, also sehr global zu investieren. Das zeigt auch die Statistik des Fondsverbands BVI. Wer 15 Jahre lang monatlich 100 Euro in einen globalen Aktienfonds oder entsprechende ETFs investiert hat, insgesamt also 18.000 Euro, konnte sich per 30. Juni über einen Depotstand von 31.848 Euro freuen. Das entspricht einer jährlichen Rendite von 7,2 Prozent. Es gibt Fonds, die deutlich schlechter abschneiden, aber natürlich auch Fonds, die sehr viel besser sind. ETFs entwickeln sich immer so gut oder schlecht, wie der zugrunde liegende Index.

Ich bin ein großer Fan solcher Sparpläne. Ich bespare meine seit vielen Jahren und freue mich immer wieder, wie gut sie laufen. Natürlich gibt es auch mal Rücksetzer, aber langfristig stimmt die Bilanz. Und sie sind auch so herrlich praktisch. Einmal eingerichtet laufen sie einfach vor sich hin.

Ich muss mich um nichts kümmern, investiere regelmäßig und profitiere von den guten Renditen an der Börse. Wenn das mal nicht wunderbar ist! 

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