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Die großen asketischen Texte des Ostens setzen an einer ganz anderen Stelle ein als eine protestantische Bekehrungspredigt. Denn auf die Frage „Liebst du Jesus?“ lässt sich leichter mit Ja antworten als auf die Frage, ob man den Menschen erträgt, der jeden Morgen mit einem am Frühstückstisch sitzt.
Die Katholische Kirche in Deutschland leidet an einer Krankheit, die bei der abschließenden Sitzung des „Synodalen Wegs“ wieder deutlich wurde. Dabei weht aus Rom ein anderer Wind. Was auch die Nachfolge des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz betreffen wird.
Nach seiner Wahl zum Papst betet Johannes Paul II. zuerst in der Litauischen Kapelle im Petersdom. Gut ein Jahrzehnt später führt Vytautas Landsbergis Litauen in die Unabhängigkeit – und lässt sein Land Maria weihen. Dem Kreml gefiel das nie.
Das Narrativ von Familie als rein privates Idyll ist nicht harmlos – es ist das Einfallstor für den Verlust bürgerlicher Freiheit. Wer die Familie auf eine emotionale „Kuschelecke“ reduziert, beraubt sie ihrer politischen und kulturellen Abwehrkraft.
Mittelalter und Frühe Neuzeit sollten nicht als alleingültiges Modell für Christen gelten. Denn so wie heute bestimmte auch davor das Christentum nicht die Gesetze im Staat. Christen in der liberalen Demokratie können sich von den Christen der Römerzeit etwas abgucken.
Es gibt vielleicht kein Wort, das typischer ist für die Schweiz als den „Bünzli“. Nun will ihm die Sprachpolizei an den Kragen.
Säkulare Gedenktage gibt es zuhauf, doch sie sind unlustig und banal. Der Tag der Jogginghose steht der seligen Himmelshoffnung einer heiligen Agnes gegenüber. Auch der heilige Sebastian frohlockt, weil hinter dem Horizont das ewige Leben winkt.
Wer Visionen habe, solle zum Arzt gehen, formulierte Altkanzler Helmut Schmidt einst nüchtern. Doch gerade für junge Menschen ist es entscheidend, ihre Kraft auf etwas zu richten, das über sie hinaussteigt. Mehr Eros wagen. Ein Plädoyer
Schlesien: In Polen entdecken Schriftsteller und Filmemacher mehr und mehr die deutsche Vergangenheit der westlichen Landesteile.
Das Schönste waren die deutschen Weihnachtslieder: Die Stuttgarter Inszenierung einer Schleimkrippe an Heiligabend stellt gleich einen vierfachen Skandal dar. Unter dem Tarnnamen „Christmette“ wurden die Zuschauer Zeugen eines Gottesraubes besonderer Art.
Ideologien lassen sich nicht mit Nichtideologien bekämpfen, sagen die einen. Gesunder Menschenverstand genüge als Kontra nicht. Andere sagen: Christlicher Konservatismus misstraut politischen Heilsversprechen und betont Erfahrung und gewachsene Ordnung. Ein Pro und Contra über Ideologie
Immer verdächtig, automatisch schuldig: Männer werden permanent gebrandmarkt. Dabei gibt es viele Gründe, sich über sie zu freuen. Es ist an der Zeit, mit dem Bashing aufzuhören und ihnen mehr gesellschaftliche Wertschätzung zukommen zu lassen.
Wie ist es mit Jesu Gebot, dass wir nicht richten sollen? Dürfen Christen nicht den Beruf des Richters ergreifen? Sollen Christen nie ihren Nächsten tadeln? Doch! Als Menschen sind wir sogar aufgerufen, Richtiges von Falschem zu scheiden.