Die Familie als Bollwerk gegen die totale Vergesellschaftung
Das moderne Familienbild gleicht oft einem Biedermeier-Gemälde: ein privates Idyll, eine Insel der bloßen Emotion, säuberlich getrennt von der rauen Welt der Ökonomie, der Macht und des Rechts. Der moderne Mensch, erschöpft vom Hamsterrad der Funktionalität und der bürokratischen Gängelung, sieht die Familie als den Rückzugsort, an dem er „fühlt“, sich regeneriert und für den nächsten Arbeitstag stärkt. Die harten Realitäten des Lebens – Bildung, Altersvorsorge, Krankenpflege und Rechtssicherheit – wurden hingegen sukzessive an den Staat, an Versicherungskonzerne und anonyme Großstrukturen ausgelagert.
Dieses Narrativ der „reinen Privatheit“ ist nicht harmlos – es ist das Einfallstor für den schleichenden Verlust bürgerlicher Freiheit. Wer die Familie auf eine emotionale „Kuschelecke“ reduziert, beraubt sie ihrer politischen und kulturellen Abwehrkraft. Was wir heute erleben, ist nicht nur ein Funktionsverlust, sondern eine historische Usurpation: Der moderne Wohlfahrtsstaat konnte nur zu seiner jetzigen Größe wachsen, indem er den Oikos (die Haus- und Wirtschaftsgemeinschaft) systematisch entkernte. Er hat ihm die Altenversorgung durch das Umlagesystem entzogen, die Bildungshoheit durch die Schulpflicht monopolisiert und die materielle Substanz durch eine Politik des billigen Geldes ausgehöhlt.
Was übrig blieb, ist oft nur eine Hülle, die beim ersten ökonomischen oder biografischen Sturm zerbricht. Wir brauchen daher keine nostalgische Rückkehr zur Familie im rein moralischen oder sentimentalen Sinne, sondern ihre strategische und strukturelle Reaktivierung: die Wiederherstellung der Familie als souveränes Rechts- und Wirtschaftssubjekt. Es geht um nicht weniger als die Rettung der kleinsten, aber wichtigsten Einheit des Abendlandes vor der totalen Vergesellschaftung.
Das Primat des Vorpolitischen: Subsidiarität ernst genommen
Wer über Gesellschaft spricht, ohne bei der Familie zu beginnen, baut auf Sand. Die europäische Geistesgeschichte wusste stets um die ontologische Priorität des Hauses. Johannes Althusius, der große reformierte Rechtsgelehrte des 17. Jahrhunderts, definierte die Familie in seiner „Politica“ als die consociatio naturalis et necessaria – die natürliche und notwendige Vergemeinschaftung.
Das Prinzip ist radikal, wird aber im Zeitalter des Etatismus oft vergessen: Die Familie ist älter als der Staat. Ihre Rechte sind vorstaatlicher Natur. Der Staat erschafft die Familie nicht, er hat sie lediglich anzuerkennen. Seine Rolle ist dienend, nicht herrschend. Wenn er in das Erziehungsrecht der Eltern eingreift, das Lebensrecht der Ungeborenen relativiert, die Erbfolge durch konfiskatorische Steuern unterbricht oder die Definition der Ehe selbst umdeutet, bricht er nicht nur Gesetze, er sägt am Ast seiner eigenen Legitimität.
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Hier treffen sich das reformierte Prinzip der Sphärensouveränität (Abraham Kuyper) und das katholische Prinzip der Subsidiarität: Was die kleine Einheit leisten kann, darf die große ihr nicht entreißen. Der moderne, omnipotente Staat jedoch agiert zunehmend wie ein weltlicher Hohepriester, der keine anderen Bindungen neben der zum Kollektiv duldet. In dieser Logik wird der Mensch zur Verfügungsmasse; der unbedingte Schutz des Lebens weicht dem Nützlichkeitskalkül. Die Familie ist die letzte Institution, die zwischen dem Einzelnen und diesem totalen Zugriff steht – und genau deshalb ist sie so schützenswert.
Ordnung der Liebe: Bundesgemeinschaft statt Machtkampf
Ein Oikos braucht Ordnung, um gegen den Zugriff von außen bestehen zu können. Das moderne Ideal einer „Basisdemokratie am Küchentisch“ klingt in der Theorie emanzipatorisch, endet in der Praxis aber oft in Orientierungslosigkeit oder der Herrschaft der Launenhaftigkeit. Die christliche Anthropologie bietet hier ein Modell an, das weit tiefer reicht als bloße Machtfragen und moderne Geschlechterkämpfe: die Bundesordnung.
Die Ehe ist mehr als ein zivilrechtlicher Vertrag auf Zeit; sie ist ein Abbild einer höheren Ordnung, ein „Geheimnis“ (Eph 5,32). Wenn die Schrift vom Mann als „Haupt“ (kephalē) spricht, meint dies nicht despotische Willkür, sondern stellvertretende Haftung. Ein Vater, der seine Rolle biblisch und naturrechtlich ernst nimmt, herrscht nicht, sondern er dient. Er ist der „Außenminister“ und „Verteidigungsminister“ der Familie. Sein Maßstab ist die aufopfernde Liebe und die Wahrheit, nicht das eigene Ego. Wo diese verantwortliche Vaterschaft fehlt, leiden vor allem die Kinder – die Statistiken über Jugendkriminalität in vaterlosen Haushalten sprechen eine brutale, empirische Sprache.
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Dem gegenüber steht die Frau als gleichwertiger, aber funktional unterschiedener Part. Sie ist – im besten Sinne des hebräischen Urtextes (Gen 2,18) – der unverzichtbare Beistand (ezer). Dieser Begriff wird im Alten Testament oft für militärischen Beistand oder das Eingreifen Gottes verwendet. Die Frau ist keine Assistentin zweiter Klasse, sondern das starke Gegenüber auf Augenhöhe, das Korrektiv und die Verbündete. Eine solche Familie ist keine Tyrannei, sondern eine Kampfgemeinschaft der Treue. In einer Welt, die zunehmend von Beliebigkeit geprägt ist, wird diese interne Verbindlichkeit zur stärksten Waffe. Nur eine Gemeinschaft, die im Inneren durch klare Verantwortlichkeiten und ein transzendentes Fundament gefestigt ist, entwickelt die Resilienz, um dem moralischen und ökonomischen Druck der Mehrheitsgesellschaft standzuhalten.
Das „Ganze Haus“: Vom Konsumenten zum Eigentümer
Der Historiker Otto Brunner (1898-1982) beschrieb das „Ganze Haus“ der Vormoderne treffend als eine Produktionseinheit. Man wirtschaftete gemeinsam, man bildete aus, man pflegte die Alten. Arbeit und Leben waren nicht getrennt. Die industrielle Revolution und später der Sozialstaat haben diese Einheit zerrissen. Die moderne Durchschnittsfamilie ist oft zur reinen Konsumeinheit degradiert, abhängig vom monatlichen Gehaltsscheck und staatlichen Transfers.
Diese ökonomische Abhängigkeit macht erpressbar. Wer nichts Eigenes hat, wer von der Hand in den Mund lebt, kann schwer „Nein“ sagen, wenn der Staat oder der Arbeitgeber ideologische Unterwerfung fordern. Eine konservative Erneuerung muss daher auch ökonomisch gedacht werden. Wir müssen weg vom reinen „Angestellten-Denken“ hin zum „Eigentümer-Denken“.
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Lernen von den Dynastien: Ein Blick auf die langlebigen Unternehmerfamilien Europas lohnt sich. Warum überdauern Dynastien wie die Fugger, Haniels oder Bismarcks oft Jahrhunderte, während bürgerliche Vermögen oft nach drei Generationen zerrinnen? Weil sie sich organisieren. Sie verstehen die Familie nicht als lose Ansammlung von Verwandten, sondern als strategische Einheit. Sie nutzen Familienverfassungen und Holding-Strukturen, um das Vermögen dem direkten Zugriff einzelner Familienmitglieder – und damit auch dem Zugriff des Staates durch Erbschaftssteuern im Todesfall – zu entziehen. Sie institutionalisieren den Zusammenhalt. Das Kapital gehört nicht dem Einzelnen zum Verjubeln, sondern der Familie als Institution zur Bewahrung.
Dieses „aristokratische“ Prinzip der Asset Protection gilt es zu demokratisieren. Was für den Milliardär das „Family Office“ ist, kann für den Mittelstand die Familien-GbR oder die Genossenschaft sein.
Das bedeutet konkret:
- Intergenerationale Treuhandschaft: Wir müssen das Familienvermögen als Lehen für die nächste Generation begreifen (niedrige Zeitpräferenz). In einer Zeit der Geldentwertung ist es moralische Pflicht, die Substanz in reale Werte zu sichern – sei es durch Immobilien, Edelmetalle oder unternehmerische Beteiligungen.
- Rechtliche Weitsicht: Wer heute heiratet, sollte sich nicht blind auf das staatliche Standardrecht (Zugewinngemeinschaft nach BGB) verlassen, das den Staat faktisch zum Dritten im Bunde macht. Detaillierte Ehe- und Erbverträge sind kein Ausdruck von Misstrauen, sondern ein Schutzwall. Sie stellen sicher, dass Familienangelegenheiten intern geregelt werden, statt vor staatlichen Familiengerichten zu enden.
Bildungshoheit: Der Kampf um die Seelen
„Wer die Schule kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.“ Dieser Satz ist eine Binsenweisheit, doch wir haben ihre Tragweite verdrängt. Das staatliche Bildungsmonopol zielt zunehmend darauf ab, Kinder nicht nur technisch auszubilden, sondern weltanschaulich zu formen – oft in direktem Widerspruch zu den Werten des Elternhauses. Ob in der Sexualpädagogik oder der politischen Bildung: Der Staat greift nach dem Gewissen des Kindes.
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Hier gibt es keine Neutralität. Jede Erziehung basiert auf Vorannahmen über den Menschen und den Sinn des Lebens. Eltern müssen daher die Bildungshoheit zurückerobern. Bildung (Paideia) ist in der jüdisch-christlichen Tradition primär Elternrecht und Elternpflicht (Deuteronomium 6). Wo staatliche Schulen ideologisiert werden, ist die private Ergänzung oder Alternative Pflicht.
Das Ziel ist eine Bildungsautonomie: Die Nutzung klassischer Bildungsgüter, der großen Werke des Abendlandes und moderner digitaler Netzwerke, um den Kindern das Rüstzeug zu geben, das sie zu freien, kritischen Geistern macht. Wir dürfen unsere Kinder nicht als Rädchen im Getriebe des Arbeitsmarktes erziehen, sondern als charakterfeste Persönlichkeiten, die fähig sind, Wahrheit von Propaganda zu unterscheiden.
Gemeinschaft statt Vereinsamung: Die Rückkehr zur Nachbarschaft
Das staatliche Umlagesystem der Rente suggeriert seit Jahrzehnten, man könne sich von der familiären Solidarität „freikaufen“. Die Rechnung wird uns nun präsentiert: Die Vereinsamung der Alten in Pflegesystemen und die fiskalische Überlastung der Jungen. Der Soziologe Ferdinand Tönnies (1855-1936) unterschied schon im 19. Jahrhundert zwischen der organischen Gemeinschaft (Familie, Dorf) und der mechanischen Gesellschaft (Staat, Zweckverband). Wir haben zu viel Gesellschaft und zu wenig Gemeinschaft.
Die Antwort darauf muss die Wiederentdeckung der räumlichen Nähe sein. Ein einzelner Haushalt ist verwundbar. Wir brauchen Cluster der Verantwortlichkeit. Das kann das Mehrgenerationenhaus sein, aber auch der gezielte Zuzug von Gleichgesinnten in dieselbe Nachbarschaft. Wenn Familien Ressourcen bündeln – von der gemeinsamen Kinderbetreuung über die Pflege bis hin zur gegenseitigen Hilfe im Handwerk –, entsteht eine gelebte Subsidiarität, die effizienter und menschlicher ist als jede staatliche Bürokratie. Es ist die Abkehr von der anonymen Solidarität des Steuerzahlers hin zur konkreten Nächstenliebe des Nachbarn.
Eschatologischer Realismus: Die Oase in der Wüste
Letztlich hält ein Haus nicht durch Beton oder Sparbücher, sondern durch den Geist. „Wo der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen“ (Psalm 127). Wir müssen uns von der Illusion verabschieden, die Mehrheitsgesellschaft politisch kurzfristig „retten“ zu können. Die kulturellen Gräben sind tief, die demografischen Fakten unbarmherzig.
Hier treffen sich reformierte Theologie und historische Analyse. David Engels beschreibt in seiner Diagnose des abendländischen Spätstadiums die Notwendigkeit, „Oasen“ zu schaffen – Orte, an denen die eigene Kultur, die Tradition und der Glaube überwintern können, während draußen der Sturm des Universalismus tobt. Der souveräne Oikos ist die kleinste, aber stabilste dieser Oasen.
Der Staat und seine Ordnungen gehören dem vergehenden Äon an; sie sind notwendig, um das Chaos einzudämmen, aber sie sind nicht heilsnotwendig. Die Familie aber ragt in die Ewigkeit hinein. Sie ist die Keimzelle der Kultur und des Glaubens. In einer Zeit, in der Institutionen brüchig werden, bauen wir „Archen“ im Sinne Engels’. Nicht, um uns weltflüchtig zu verabschieden, sondern um als kreative Minderheit die Werte, die Tugenden und den Glauben durch eine Zeit der Transformation zu tragen. Wer Archen baut, sorgt dafür, dass nach der Flut das Leben weitergehen kann.
Wieder souverän im eigenen Haus werden
Die Stärkung des Oikos ist kein romantischer Rückzug ins Biedermeier, sondern ein harter, zukunftsgewandter Akt der Selbstbehauptung. Es ist der bewusste Ausstieg aus der infantilen Abhängigkeit vom Versorgungsstaat und der Einstieg in die Mündigkeit.
Der Weg zur Freiheit führt heute nicht primär über Mobilisierung von Interessengruppen, Parteiprogramme oder Regierungsbeteiligung. Er führt über den Küchentisch, das Arbeitszimmer und das Kinderzimmer. Er führt über die Wiederherstellung der häuslichen Souveränität durch ökonomische Weitsicht, rechtliche Klugheit und geistliche Disziplin. Der Staat ist Diener, nicht Herr der Geschichte. Handeln wir also danach: Verhäuslichen wir Verantwortung, Bildung und Sorge. Schaffen wir Heiligtümer des Lebens und werden wir wieder Souverän im eigenen Haus. Denn nur wer im Kleinen frei ist, kann es im Großen bleiben.
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Kommentare
Eheverträge stellen sicher, dass Familienangelegenheiten intern geregelt werden, statt vor staatlichen Familiengerichten zu enden.
Werter Herr Schnebel, das ist aber nun wirklich eine Illusion; sie müssten erstens alle paar Jahre erneut mit Ihrem Ehepartner zum Notar gehen, weil sich Pläne und Dinge einfach ändern können, und zweitens werden jeder Rechtsanwalt und jeder Richter herzlich über die Vorstellung lachen, ein Vertrag schaffe Rechtssicherheit in einem Maß, das einen Prozeß vor dem Familiengericht verhindere.
Verträge sind wichtig, aber letztlich dann doch nicht das Papier wert, auf dem sie stehen; wenn es darauf ankommt, wird so gut wie immer neu verhandelt werden.
Wir müssen die Welt, im die wir hineingestellt sind, so annehmen, wir sie ist; aber Sie fordern faktisch die Rückkehr zu vormodernen Wirtschaften zu dem Preis, dass Sie die damit verbundene Not verschweigen. Bestand etwa unser Land nur aus Fuggern?! Allein wenn ich daran denke, wie meine bäuerlichen Vorfahren trotz Oikos auf ihrer Hofstelle haben darben müssen; wie sich verschulden mussten, um die Töchter auszuzahlen, und und und...
@Braunmüller korrekt! Und: Brauchen Christen Verträge? Haben wir nicht klare Regeln für unser Verhalten, auch ohne notarielles Dokument??
Der heutige (deutsche) Staat ist durch linke Einflüsse zunehmend übergriffig geworden ("Lufthoheit über den Kinderbetten") und arbeitet zudem seit Jahrzehnten an der Zerstörung seiner Keimzelle, der Familie (Wegfall der familienbezogenen Entgeltbestandteile; Abbau der Hinterbliebenenversorgung; 'Recht' auf (staatliche) Kinderbetreuung i.V.m. Abwehr des (BY) Versuchs, stattdessen die innerfamiliäre Betreuung finanziell zu fördern; 'Ehe' für Alle etc.).
Dabei darf man sich durch die Aufnahme grundsätzlich begrüßenswerter Positionen (als Überschriften und Schlagworte) in rechte Partei- und Regierungsprogramme (z.B. der AfD), nicht darüber hinwegtäuschen lassen, dass Parteien genauso übergriffig und indoktrinierend in Familie und Gesellschaft eingreifen würden/werden.
Hervorragender Artikel mit treffenden Inhalt, der das System, welches funktionierende Familienstrukturen verachtet, entlarvt.
Schöner Aufsatz, der zeigt, wie der deutsche Staat Familien ausbeutet, die doch seine Zukunft sind, und Vereinzelung und Kinderlosigkeit subventioniert. So handeln sterbende Staaten.
Das heißt: Eine Rückkehr zu gesunden (Groß)familienstrukturen ist nur möglich, indem wir auf Wohlstand verzichten - uns von der Gewöhnung an "billiges Geld" schmerzhaft lösen. Ohne dieses Opfer wird es nicht möglich sein, wieder die "starke" Familie an den Start zu bringen. Und hier schliesst sich wieder ein Kreis, wenn die christliche Ethik das "Selig sind die Armen" von Lukas ernsthaft in den Diskurs einbringt.
Praktisch wird das z.B. beim "notwendigen" Doppelverdienst oder der Einschränkung, sich ein altes, nicht luxuriöses, aber bezahlbares Haus anzuschaffen (geht nur noch auf dem Lande), damit Oikos auch in einem oikos gelebt werden kann.
Damit das keine gänzliche Illusion bleibt, bräuchte es Gemeinschaften und Netzwerke, die dieses Modell aus- und vorleben. Diese "Inseln" könnten dann, vielleicht später einmal, zu wichtigen Botschaftern werden, wie das Leben funktionieren kann, das Kinder stark und Familien souverän macht.
Gruß in die Runde von einem Dorf in Brandenburg ;-)
@Steffen ...indem wir auf Wohlstand verzichten...
Das geht nicht mit ein bisschen Wohlstandsverzicht ab; das wird Einschränkungen und Rückschritt mit sich bringen, wie es sich kein Mensch vorstellen kann. Wir sollten hier nicht eine katholische Variante des grünen Degrowth pflegen.
Wenn meine Mutter und ich das Kindbett überhaupt überlebt hätten (was ohne moderne Medizin sehr zweifelhaft wäre), läge ich schon wegen einem vereiterten Zahn unter der Erde.
Ich lege die Hand dafür ins Feuer, dass niemand die Segnungen einer arbeitsteiligen Wirtschaft aufgeben will; auch hier nicht.
Seien wir bitte ehrlich.