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Münchner Marsch fürs Leben 2026

Wegen Frauen wie Simone

Vor sieben Jahren saß Simone in ihrem Badezimmer und dachte: Game Over. Der Schwangerschaftstest war positiv. Die zwei blauen Linien starrten sie an. Wie sollte sie das schaffen?

Sie und ihr Mann waren doch schon am Limit. Nein, sie waren über dem Limit. Sie hatten drei kleine Kinder, der jüngste eineinhalb Jahre alt und ein Schreibaby, das jede Nacht ihre Aufmerksamkeit brauchte. Sie hatten wahrscheinlich seit einem Jahr keine einzige Nacht mehr durchgeschlafen.

Ihr Mann hatte sich von Zeitarbeit zu Zeitarbeit gehangelt, war zwischendurch sogar arbeitslos. Seit wenigen Monaten versuchte er, sich in einer völlig anderen Richtung als IT-Systembetreuer selbstständig etwas aufzubauen – ein Versuch, der jedoch kaum Stabilität brachte.

Sie, Industriefachwirtin, hatte trotz der drei Kinder wieder mit dem Arbeiten begonnen, damit sie gegenüber dem Vermieter ein festes Einkommen nachweisen konnten. Nur so konnten sie die neue Wohnung finden. Der Einzug war so frisch, dass noch unausgepackte Umzugskartons herumstanden.

Und jetzt ein weiteres Kind? Simone saß da im Badezimmer und schämte sich. Immer hatte sie geglaubt, sie sei der durchstrukturierte Typ. Eine dieser Frauen, die alles minutiös planen und ihr Leben im Griff haben. Jetzt würde sie zu ihrem Mann, zu ihren Eltern, zu ihrer Chefin gehen und beichten müssen, dass sie versagt hat. Dass sie 32 Jahre alt ist und ihr Leben doch nicht im Griff hat. Alle sahen ja, dass sie mit drei Kindern schon überfordert war. 

„Deshalb war der Gedanke an Abtreibung von Anfang an da“, erzählt sie, als Corrigenda sie Mitte April im oberfränkischen Coburg besucht und ihr am Küchentisch gegenübersitzt.

In München demonstrieren Tausende für das Leben

Fünf Tage ist das nun her. An diesem Samstag ist der Schauplatz nicht Coburg, sondern das 277 Kilometer entfernte München. Aber auch hier steht das Thema Abtreibung im Mittelpunkt. Tausende Menschen haben sich am Samstagmittag auf dem Königsplatz in der Innenstadt versammelt, um beim Marsch fürs Leben gegen Abtreibung und Sterbehilfe zu demonstrieren – und für Frauen wie Simone, die heute nicht hier ist. Auf die Not von Frauen im Schwangerschaftskonflikt aufmerksam zu machen, ist eines der zentralen Anliegen der Marschteilnehmer. Sie sind überzeugt, dass es dringend einen Kulturwandel braucht, damit Abtreibungen nicht mehr als selbstverständlich gelten, sondern Frauen unterstützt und ermutigt werden, ihr Kind doch zu bekommen.

Vertreten sind auf dem Marsch Jung und Alt, zahlreiche Familien, überwiegend Christen. Die Sonne scheint, das Thermometer zeigt 20 Grad an. Auf der Bühne spielt eine siebenköpfige Kapelle in bayerischer Tracht Blasmusik. Viele Teilnehmer sind mit Schildern ausgestattet, auf den Botschaften stehen wie: „Jedes Leben ist ein Geschenk!“, „Mutter werden – mehr Frau sein geht nicht“ oder „Väter werden durch Liebe zu Helden“. Organisiert wird die Demo, die in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfindet, vom Verein Stimme der Stillen um die Vorsitzende Silja Fichtner.

Teilnehmer vom Münchner Marsch fürs Leben 2026

Bevor die Lebensschützer vier Kilometer lang durch das Zentrum Münchens ziehen, treten auf dem Königsplatz zwei Redner auf die Bühne. Der erste ist der Publizist Mathias von Gersdorff, der seit Jahrzehnten in der Lebensschutzbewegung engagiert ist. Er richtet in seiner Rede das Augenmerk auf die Politik und die Medien. Er beklagt, dass die schwarz-rote Koalition aus Union und SPD Abtreibungen nicht verhindere, sondern sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt habe, immer mehr Abtreibungseinrichtungen zu schaffen. Den Grünen wirft von Gersdorff „Abtreibungsfanatismus“ vor. Mit Blick auf die Medien, insbesondere den Öffentlich-rechtlichen Rundfunk, spricht er von „Extremisten in Nadelstreifen“, die mit Lügen die Lebensschutzbewegung diffamierten.

Nach ihm kommt die Pro-Life-Aktivistin Obianuja Ekeocha auf die Bühne. Die Nigerianerin, die in Großbritannien als Biomedizinerin arbeitet, hält eine ausgesprochen kämpferische Rede. Lautstark prangert sie die Abtreibungslobby in Europa und in Nordamerika an. Viele westliche Regierungen würden, etwa über die International Planned Parenthood Foundation (IPPF), Millionensummen nach Afrika pumpen, damit dort Abtreibung legalisiert werde – und das, obwohl die Afrikaner mehrheitlich klar gegen Abtreibung seien. Auch die deutsche Regierung, konkret das Entwicklungshilfeministerium (BMZ), finanziere die IPPF. „Die benutzen euer Steuergeld!“, ruft sie den Lebensschützern zu.

US-Bischof sendet Grußworte – Marx und Wilmer aber nicht

Verschiedene katholische Geistliche brachten im Vorfeld der Demo mit Grußbotschaften ihre Unterstützung zum Ausdruck: Rainer Maria Kardinal Woelki aus Köln, Bischof Stefan Oster aus Passau sowie Erzbischof Nikola Eterović, der bis vor kurzem der Botschafter des Papstes in Deutschland war. Zudem sendete der amerikanische Bischof Robert Barron aus Winona-Rochester, bekannt für sein Engagement zur Neuevangelisierung in den sozialen Medien, per Video eine Grußbotschaft. 

Die katholische Deutsche Bischofskonferenz um ihren neuen Vorsitzenden Bischof Heiner Wilmer und der Münchner Erzbischof Reinhard Kardinal Marx weigerten sich dagegen, die Lebensschutz-Demo zu unterstützen. Auf Anfrage von Corrigenda erklärte Marx‘ Erzdiözese in München im Vorfeld, sie werde sich nicht zum Marsch fürs Leben äußern.

Nachdem Bischof Barrons Videobotschaft auf einer großen Leinwand neben der Bühne abgespielt und die Botschaften von Woelki, Oster und Eterović verlesen wurden, beginnen die Demoteilnehmer um 14:11 Uhr mit ihrem Marsch durch die Innenstadt.

Simone suchte nach Hilfe

Simone hatte noch nicht die Kraft, um mit ihrem Mann über die Schwangerschaft zu reden. Geschweige denn mit ihren Eltern oder ihrer Chefin. „Stattdessen schrieb ich am Tag nach dem positiven Test alle meine Grübeleien auf“, schildert sie. Dann schickte sie die Mail an die Schwangerenberatung Profemina.

„Woher ich Profemina kannte? Ich weiß es nicht. Doch ich wusste, dass sich Schwangere mit ihren Sorgen dort hinwenden können.“ Keine 24 Stunden später bekam sie eine Antwort. „Es war auf keinen Fall so, dass sich die Probleme dadurch in Luft auflösten. Aber die Worte, die die Beraterin in der Antwort wählte, zeigten mir: Da ist jemand, der mich versteht. Der mich nicht verurteilt, weil ich über eine Abtreibung nachdenke.“

Simone wollte das Kind und sie wollte es nicht. Sie war damals wie heute gläubige Christin und überzeugt davon, dass Abtreibung falsch ist. „Es gab Augenblicke, da stand für mich absolut fest: Das ist dein Kind. Natürlich bekommst du es.“ Im nächsten Moment gewannen die Ängste wieder die Oberhand. „Es geht nicht. Ich schaffe es nicht, Geld heimzubringen, für die Geschwisterkinder da zu sein, Umzugskartons auszupacken, alles.“

Nachdem sie sich auch am Telefon mit der Beraterin ausgetauscht hatte, fasste sie den Mut, es ihrem Mann zu sagen. „Er schluckte erst einmal. Denn natürlich wusste auch er, dass wir an der Belastungsgrenze sind. Doch er ließ keinen Zweifel daran: Egal, wie ich mich entscheide, er unterstützt mich zu einhundert Prozent.“

Ernüchternder fiel das Gespräch mit der Chefin aus. „Sie reagierte zwar nicht so heftig, wie ich gefürchtet hatte. Aber da war schon dieser sehr kritische Blick, vor dem ich mich so schämte.“

Dann kam der Tiefpunkt. Simone war bewusst, dass sie Hilfe brauchte, wenn sie das Kind bekommen wollte. Also fuhr sie zu den Beratungsstellen der Caritas und der Diakonie. Sie beschrieb ihren Zwiespalt und fragte nach Unterstützungsmöglichkeiten – aber es gab nichts.

Sie erinnert sich:

„Ich fragte zum Beispiel nach einer Mutter-Kind-Kur, damit ich einmal aus dem Alltagsdruck rauskomme, Abstand gewinne und in Ruhe überlegen kann: Was will ich eigentlich wirklich? Welche nächsten Schritte muss ich dafür gehen? Doch die Wartezeit betrug neun Monate. Das half natürlich nichts. Eine Beraterin – ich weiß nicht mehr, ob bei der Diakonie oder Caritas – sagte mir klipp und klar: Es tut mir leid, wir können Ihnen in Ihrer Situation nicht helfen.“

Linksradikale blockieren den Marsch

„Münchner Marsch für Leben“ steht in großen blauen Buchstaben auf dem gelben Banner, das die sechs jungen Frauen tragen. Sie führen den Demo-Marsch in München an, hinter ihnen tragen zwei junge Männer zwei weiß-blaue Bayernfahnen. Popsongs wie „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani, „Einer von 80 Millionen“ von Max Giesinger oder „Happy“ von Pharrell Williams ertönen aus mehreren Lautsprecherboxen, die die Organisatoren mitgebracht haben.

„Happy“ mit dem Marsch fürs Leben sind allerdings nicht alle. Am Rand der Demostrecke positionieren sich immer wieder kleine Gruppe von Abtreibungsbefürwortern, darunter auch die linksextreme Antifa. Sie skandieren Parolen wie „Hätt‘ Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“, „My body, my choice“ oder „Wir haben Spaß und ihr habt nur Jesus“. Letztere Parole wirkt angesichts des Kontrasts zwischen den Marschteilnehmern und den Gegnern grotesk: Während die Lebensschützer sich fröhlich unterhalten und lachen, läuft bei vielen ihrer Gegner vor Wut das Gesicht rot an und die Adern an Hals und Stirn treten hervor. Zudem schwitzen sie sehr stark, weil die meisten von ihnen – typisch Antifa – schwarz angezogen sind und einige sogar schwarze Gesichtsmasken über Mund und Nase tragen.

Mehrere der Abtreibungsbefürworter zeigen den Marschteilnehmern minutenlang beide Mittelfinger, während diese vorüberziehen. Manche gehen hunderte Meter lang neben den Lebensschützern her und beleidigen sie. Die Polizei greift nicht ein. Neben den Gruppen, die später vereinzelt am Straßenrand stehen, zog vorher auch eine Gegendemo durch München. Schätzungsweise 1.500 Personen nahmen an ihr teil, erklärt die Polizei später gegenüber Corrigenda.

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Die Gegner sorgen auch dafür, dass der Marsch für eine halbe Stunde unterbrochen wird und die Teilnehmer stehen bleiben müssen. Grund ist eine Sitzblockade der Abtreibungsbefürworter, die den hinteren Teil des Demozugs am Weiterlaufen hindert. Die Lebensschützer lassen sich die Laune nicht verderben und skandieren stattdessen immer wieder: „Lebensrecht für jedermann – Lebensschutz von Anfang an“, „Wir sind hier, wir stehen ein – für jedes Leben, groß und klein!“ und „Leben schützen laut und klar – jeder Mensch ist wunderbar!“ Nachdem die Polizei die Blockade auflöst, geht es weiter.

Muss man sich für das Leben schämen?

Nach der Enttäuschung bei Caritas und Diakonie suchte Simone wieder den Kontakt zu ihrer Profemina-Beraterin. „Ich konnte sie nach jedem Termin bei meiner Gynäkologin, in jeder der vielen Krisen in dieser Zeit anrufen und mir meine Sorgen von der Seele reden.“

Viele der Gespräche drehten sich um Simones Scham:

„Die Beraterin hat einen Satz zu mir gesagt, an den ich heute noch oft denke: ‘Es gibt keinen Grund, sich für das Leben zu schämen.’ Als ich das zum ersten Mal hörte, dachte ich sofort: Ja, das stimmt. Da will ein weiterer Mensch auf die Welt kommen, und ich schäme mich dafür, dass dadurch meine Karriere am Ende ist oder dass ich den Haushalt vielleicht nicht mehr so gut schaffe. Das kann doch nicht mein Ernst sein.“

An den Tatsachen änderte das allerdings nichts. Sie rackerte sich doch jetzt schon ab, um eine gute Mutter für die drei Kinder zu sein, die auf der Welt waren. Ihr Kleinster brauchte nach wie vor jede Nacht ihre Aufmerksamkeit. Ihr Mann musste seine ganze Energie auf die Selbstständigkeit richten. Das Geld war noch immer knapp. Mit einem weiteren Kind musste sie aufhören zu arbeiten. Sie würden vielleicht erneut umziehen müssen …

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Die Profemina- Beraterin fand irgendwann doch einen Weg für sie, um dem Alltagsstress entfliehen und die Gedanken sortieren zu können. Die Schwestern vom Kloster Santa Croce in Assisi sind mit Profemina im Kontakt und hatten angeboten, Frauen im Schwangerschaftskonflikt für eine Auszeit aufzunehmen. Ob sie das Angebot wahrnehmen wolle? Zu bezahlen sei nur die Zugfahrt, der Aufenthalt selbst sei kostenlos.

Simone sagte zu. Eine Woche sollte die Auszeit in Assisi dauern. Nach der Reise musste eine Entscheidung her.

„Ein wunderbarer Marsch!“

Um kurz nach 16 Uhr kehren die Marschteilnehmer vor die Bühne am Königsplatz zurück. Die sieben Musiker in Tracht blasen zur Wiederbegrüßung in ihre Instrumente. 

„Das war trotz der Blockade ein wunderbarer Marsch!“, ruft Organisatorin Silja Fichtner von der Bühne. Sie bedankt sich bei den Teilnehmern und den vielen Helfern sowie den Organisationen, die auf dem Königsplatz ihre Infostände aufgebaut haben: Darunter die „Jugend fürs Leben“, die Stiftung „Ja zum Leben“ oder die „TFP Studentenaktion“ für Tradition, Familie und Privateigentum. „Merken Sie sich schon jetzt den Termin für den Marsch im nächsten Jahr: Der 10. April 2027“, beendet Fichtner ihre Rede. Im Anschluss lassen die Teilnehmer gemeinschaftlich die grünen, weißen, gelben und blauen Luftballons in den Himmel steigen, die am Anfang verteilt wurden.

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Münchner Marsch fürs Leben 2026: Mutter

Ein Bischof, der in den vergangenen Jahren in München stets mitmarschierte, ist Rudolf Voderholzer aus Regensburg. Er nannte die Teilnahme sogar eine „staatsbürgerliche Aufgabe“. Wegen einer Reise nach Madagaskar konnte Voderholzer in diesem Jahr nicht kommen, wie sein Regensburger Weihbischof Josef Graf erklärt. Er steht jetzt auf der Bühne und spendet den Lebensschützern den Segen, bevor zum Schluss alle die Bayernhymne singen.

Simone hat eine Entscheidung getroffen

Es gab keinen entscheidenden Moment, keinen Wendepunkt. Simones Entscheidung war ein Prozess. Auch in den Monaten danach plagten sie immer wieder Zweifel, ob es wirklich richtig war. Heute sind diese Zweifel verschwunden. Simone ist glücklich, dass sie sich für ihr Kind entschieden hat.

An ihrem Küchentisch in Coburg denkt sie zurück:

Simones Tochter nach der Geburt

„Ich glaube, ausschlaggebend war dieser Satz ‘Es gibt keinen Grund, sich für das Leben zu schämen’ – egal, was einem das Umfeld oder die eigenen falschen Denkmuster einreden wollen. Der Satz hat mir so viele Ängste genommen. Ich schaffte es, aus einer neuen Perspektive auf meine Sorgen zu blicken. Dann setzte sich langsam die Erkenntnis durch, dass die Probleme vielleicht doch nicht so groß sind, wie ich ursprünglich dachte.“

Das Ja zu ihrem Kind gab Simone auch den Mut, weiter nach Hilfe zu suchen. „Ich blieb hartnäckig und machte bei meiner Gynäkologin Druck, bis ich eine Haushaltshilfe bewilligt bekam.“ Später kam noch eine Leihoma hinzu, die Simone und ihren Mann ab dem fünften Schwangerschaftsmonat zweimal pro Woche unterstützte. Kurz nach der Entbindung entspannte sich die Situation abermals deutlich, weil ihr Mann eine Festanstellung fand.

Während Simone all dies erzählt, ist das Kind, für das sie sich damals trotz der schwierigen Umstände entschied, im Kindergarten. Es ist eine Tochter. Sie ist heute sechs Jahre alt und heißt Hannah.
 

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