Warum ich Charlie Kirk und seine positive Männlichkeit vermisse
In Kürze jährt sich der Todestag von US-Aktivist Charlie Kirk. Auch unter deutschen Konservativen ist die Trauer und Wut über die feige Ermordung des begnadeten Redners bis heute groß. Das hat einerseits mit Kirks politischen Ansichten und seiner Schlagfertigkeit in der direkten Diskussion mit politischen Gegnern zu tun, aber vor allem auch mit den grundsätzlichen Werten, die der gläubige Christ, Ehemann und Vater von zwei Kindern vertreten hat.
Denn Charlie Kirk hat sich nicht nur zu Themen wie Migration oder der Transideologie geäußert. Er hat auch Stellung zu Ehe, Dating und der Wichtigkeit gemeinsamer Werte in einer Beziehung bezogen. Entsprechende Ausschnitte hiervon kursieren, genau wie seine politischen Diskussionen, im Netz und rufen jedes Mal ein Gefühl der Sehnsucht – auch bei meinen Followern – hervor, das sich kaum beschreiben lässt. Dabei fällt mir immer wieder auf, wie stark vor allem die weiblichen Leser meines Contents auf die Kirk-Videos reagieren. „Er fehlt so sehr“ oder „Wo gibt es diese Männer noch?“ sind die häufigsten Reaktionen auf die Ausführungen Kirks.
Dabei hat Kirk aus Frauensicht keinesfalls nur unumstrittene Dinge gesagt. Seine dezidierte Pro-Life-Haltung – Abtreibungen seien auch bei Vergewaltigungen nicht in Ordnung – ist da nur ein Beispiel, mit dem sicherlich nicht jede Frau einverstanden ist. Und doch sehen viele in Charlie Kirk vor allem den Gentleman, der er war. Jemanden, der in einem Podcast erklärte, dass es keine einzige Situation gibt, in der es angemessen ist, eine Frau bei einem Date etwas bezahlen zu lassen.
Jemanden, der dafür plädiert hat, dass Männer Dinge in die Hand nehmen, Frauen das Gefühl geben, dass sie für sie sorgen können, sie beschützen. Ein Mann mit Prinzipien, der die Überzeugung vertrat, dass man niemanden heiraten sollte, mit dem man sich nicht einmal auf den Nachrichtensender einigen kann, der zu Hause geschaut wird, weil die politischen Ansichten so weit auseinandergehen. Der wusste, dass man in kleinen Dingen unterschiedlicher Meinung sein kann, aber nie in grundsätzlichen Werten. Schon gar nicht, wenn man Kinder hat, die man gemeinsam erzieht.
Die Eigenschaften, die Frauen attraktiv finden
Und das ist schon das ganze Geheimnis hinter Charlie Kirk, das auf den ersten Blick so simpel erscheint und doch anscheinend heutzutage nur noch selten anzutreffen ist: Positive Männlichkeit. Und die macht enorm viel aus. Denn: Die meisten Frauen, die mir Nachrichten zu Kirk geschickt haben, finden ihn rein optisch gar nicht attraktiv. Aber er habe eben Eigenschaften gehabt, die ihn unglaublich attraktiv gemacht hätten, so die Meinung vieler.
Viele Männer unterschätzen, wie unglaublich sexy ein klares, standhaftes Auftreten, feste Werte und Beschützertum auf Frauen wirken und dass all das nichts mit Machokultur und Frauenunterdrückung zu tun hat. Frauen wollen nicht, wie oft von weniger erfolgreichen Männern postuliert, „Arschlöcher“ daten. Sie wollen selbstsichere Männer daten. Und Selbstsicherheit bedeutet eben nicht, die Frau schlecht zu behandeln, sie einzusperren und zu fragen, was sie denn eigentlich auf den Tisch bringt, sondern sich gerade nicht von ihrer Stärke eingeschüchtert zu fühlen. Ihr Raum und Sicherheit zur Entfaltung ihrer femininen Energie zu geben.
Als ich neulich abermals einen Post in den sozialen Medien veröffentlichte, der die These in den Raum warf, dass Frauen in westlichen Ländern vor allem deshalb kaum noch Kinder bekämen, weil sie nicht mehr die passenden Männer finden, die ihnen diese positive Männlichkeit, Verantwortungsübernahme und Sicherheit vermitteln, waren es jedoch wieder vor allem Männer, die dies nicht sehen wollten. Wie so oft hagelte es persönliche Beleidigungen und Unterstellungen. Frauen hätten heutzutage zu hohe Ansprüche und bräuchten sich nicht wundern, wenn sie den „netten“ Männern keine Chance geben und sich immer nur die Bad Boys herauspicken würden. Selbstkritik? Fehlanzeige. Aber was ist eigentlich ein netter Mann? Derjenige, der tagsüber in den sozialen Medien hockt und Frauen beleidigt, die eine andere Meinung haben? I doubt it.
So kann das natürlich nichts werden. Dabei bestreitet niemand, dass es nicht auch Frauen gibt, die sich diesen Schuh anziehen müssten, aber es ist eben nicht die breite Masse. Genau genommen sind die Ansprüche der meisten Frauen im Keller. Körperpflege und vernünftige Kleidung genau wie gewisse Benimmregeln und die Fähigkeit, ein Date zu planen, katapultieren einen Mann schon ganz weit nach vorn. Ich habe bisher jedenfalls keine Frau erlebt, die Utopisches von einem Mann erwartet. Und doch werden diese kleinen Ansprüche regelmäßig von Männern unterboten. Das, was viele als zu „hohe Ansprüche“ wahrnehmen, ist vielmehr die Tatsache, dass das weibliche Geschlecht erstmals in der Menschheitsgeschichte nicht mehr aus Gründen der Absicherung und gesellschaftlicher Konventionen Beziehungen zu Männern eingeht, sondern aufgrund charakterlicher und optischer Eignung.
Wer diesen nicht gerecht wird, schießt nicht selten um sich. Und dann wird es eben unattraktiv, wenn Männer sich der toxischen Männlichkeit zuwenden. Wenn sie darüber lamentieren, dass Frauen ohnehin nur 20 Prozent der Männer daten würden und der Rest falle hinten runter. Es sind diese Andrew-Tate-Phrasen, die Bitternis, die aus Männern selbstmitleidige Lappen macht, die Frauen in etwa so anziehend finden wie Fußpilz.
Und sie stimmen schlichtweg nicht. Entspräche es der Wahrheit, dass Frauen nur ein Fünftel der Männer überhaupt als Partner in Betracht ziehen, hätten wir nicht nur eine Male Loneliness Epidemic, sondern genauso auch eine Female Loneliness Epidemic. Denn natürlich wollen die heißbegehrten Männer am oberen Ende der Dating-Nahrungskette in der Regel auch die heißbegehrten Frauen. Heißt: Ein Großteil der Frauen würde ebenso hinten runterfallen wie die meisten Männer. Stattdessen sieht man doch wesentlich häufiger Paare, die sowohl optisch als auch vom Status wunderbar matchen.
Vertraut nicht auf Dating-Coaches, sondern hört Frauen zu
Wer dennoch niemanden findet, obwohl er gern einen Partner hätte, sollte sich also einmal selbstkritisch fragen, woran es liegt und nicht in frauenfeindliche Äußerungen verfallen. Schätze ich mich selbst und meine Chancen bei Frauen richtig ein? Was kann ich tun, um meinen Erfolg bei Frauen zu erhöhen? Wer in meinem Freundeskreis hat ein Händchen für Mode und Styling und kann mir eventuell helfen, mehr aus mir herauszuholen? Wie strahle ich Selbstsicherheit aus und bleibe trotzdem authentisch? Als Mann würde ich hier nie auf irgendwelche Dating-Coaches vertrauen, die ihr Geschäftsmodell zumeist nur auf macho-artigen Sprüchen aufbauen und von Frauen so viel Ahnung haben wie ein Vegetarier von einem guten Steak.
Vielmehr sollte man sich gesunde männliche Vorbilder suchen, die Erfolg bei Frauen haben und sich fragen, was sie anders machen. Und vor allem sollte man Frauen wirklich einmal zuhören, da diese ihre Wünsche und Sehnsüchte oft klar artikulieren. Meiner Erfahrung nach sind es häufig eben nicht die Frauen, die zu hohe Ansprüche haben, sondern vielfach Männer, deren Ansprüche an eine Frau aus einer absolut unrealistischen Selbsteinschätzung beruhen.
Als Frau mit reichweitenstarken Social-Media-Accounts, die häufig auch von Männern angeschrieben wird, kann ich sagen, dass man zumeist von denjenigen angeschrieben wird, die sich und ihre Chancen bei Frauen absolut überschätzen. Das meine ich keinesfalls arrogant, aber wenn der sechzigjährige Herbert lieber die Influencerin anschreibt als eine Frau, die sich ungefähr in seinem Alter befindet, dann ist der Misserfolg programmiert. Und wie gesagt: Nichts macht unattraktiver als ein Mann, der auf die Herdplatte fasst und sich hinterher darüber beschwert, dass er sich die Hände verbrannt hat.
Die politische Rechte in Deutschland ist voll von lamentierenden Lappen
Leider ist die politische Rechte in Deutschland voll von diesen Lappen, die lieber über die angeblich zu hohen Ansprüche von Frauen lamentieren, als aktiv an sich zu arbeiten. Was hier, wie kaum in einem anderen Land, fehlt, sind wirklich konservative Männer wie Kirk. Männer mit Werten und Überzeugungen. Mit Anstand und Moral. In Anzug statt Skatercap. Mit wirklichem Selbstbewusstsein statt unsicherer Ego-Show. Egal, ob es um die Beziehung zwischen Frau und Mann geht, um männliche Vorbilder, Familie, Ehe, oder um die politische Ebene. Ich kann gar nicht sagen, wie oft mir das auffällt und wie sehr auch ich dann immer Männer mit dem Format eines Charlie Kirk misse.
Der würde nämlich keine Partei für Typen wie Till Lindemann ergreifen oder für die Thailand-Opis, die die Not junger Frauen ausnutzen. Er würde auch Christian Ulmen nicht verteidigen oder Männer, die ihre Frauen betrügen. Die deutsche Rechte hingegen ist moralflexibel. Und genau das ist ihr Problem. Denn Moralflexibilität hat uns erst dahin gebracht, wo wir jetzt gesellschaftlich stehen. Sie ist der Grund, weshalb wir so schwach gegenüber der islamischen Kultur erscheinen, weshalb wir ihrem festen Wertekorsett nichts entgegenzusetzen haben. Weshalb unsere Familien genauso wie unsere innere Sicherheit in sich zusammenfallen. Weil kaum einer mehr für etwas steht. Und wer für nichts steht, der ist anfällig für alles.
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Und da sind wir wieder beim Glauben. Charlie Kirk war ein gläubiger Mann, und es war genau dieser Glaube, der ihm vermittelt hat, dass es besser ist, sonntags in die Kirche zu gehen, als der Hookup-Culture zu frönen. Dass ein Mann mit Werten, der vielleicht äußerlich betrachtet kein Supermodel ist, immer attraktiver sein wird als ein Supermodel ohne Werte.
Charlie Kirk fehlt. Echte konservative Männer fehlen. Aber es ist an jedem Mann, der das hier liest, daran etwas zu ändern.
Kommentare
Frau Schunke, in der Diagnose gebe ich Ihnen recht, und zwar ohne Einschränkung: Männer ohne Prinzipien, die sich hinter Ironie oder Selbstmitleid verstecken und Frauen online beschimpfen, sind kein Randphänomen. Jede von uns kennt sie. Dass Sie auch die „selbstmitleidigen Lappen“ der Tate-Schule nicht verschonen, rechne ich Ihnen hoch an. Und dass ein Mann mit Werten ein Supermodel ohne Werte schlägt, unterschreibe ich sofort.
Aber ich stolpere darüber, welche Werte Sie sehen. „Ein klares, standhaftes Auftreten, feste Werte und Beschützertum“, einer, der „Dinge in die Hand“ nimmt, der sonntags in die Kirche geht statt zur Hookup-Culture. Das sind alles Dinge, die man an einem Mann von außen erkennt. Der Mann, den eine Frau zu Hause braucht, zeigt sich anders: Er steht nachts auf, er schweigt, wo er glänzen könnte, er bleibt, wenn es unattraktiv wird. Der Epheserbrief nennt den Mann „Haupt“ und meint damit einen, der sich hingibt. Führung ist dort Dienst. Das Wort kommt in Ihrem Text nicht vor.
Das ist kein Detail. Wenn wir Frauen Männlichkeit an dem messen, was sichtbar ist, an Standing und Ausstrahlung, legen wir denselben Maßstab an wie die Kultur, die Sie kritisieren: Die Frau wählt, der Mann muss liefern. Sie tauschen nur die Lieferbedingungen aus, konservativ statt progressiv. Ein Mann, der still seine Familie trägt und nie einen Saal gefüllt hat, fällt durch dieses Raster, obwohl er alles hat, was Sie an Kirk bewundern. Und die jungen Männer, die Sie erreichen wollen, hören aus „Lappen“ vor allem das Urteil. Die einen ziehen sich zurück, die anderen laufen zu Tate. Beides bestätigt dann Ihre Diagnose.
Sie schließen mit dem Satz, es sei „an jedem Mann, der das hier liest“, etwas zu ändern. Warum nur an jedem Mann? Ob wir einen guten Mann noch erkennen, wenn er nicht aussieht wie Kirk, ist auch eine Frage an uns Frauen. Sie stellen sie den Männern. Ich würde mir wünschen, Sie stellten sie auch uns Frauen und sich selbst.