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Kinderbücher im Visier von Ideologen

Achtung, Propaganda!

Kinderbücher haben von alters her nicht nur die Aufgabe, Kinder zu unterhalten. Sie haben einen pädagogischen Nutzen und vermitteln auf spielerische Weise Wissen und Werte. Gerne bedienen sich Eltern und pädagogisches Personal ihrer als Hilfsmittel in der Erziehung, ganz abgesehen davon, dass die Bücher zur sprachlichen Entwicklung beitragen können.

Regelmäßig gehören zu den in Kinder- und Jugendbüchern dargestellten Themen Freundschaft, Mut, Zusammenhalt oder auch das Familienleben. Unterschiedliche Charaktere prallen aufeinander, es gibt Streit und anschließende Versöhnung, Probleme und Konflikte werden gemeinsam gelöst … Es ist anhand der Geschichten und Dialoge möglich, Kindern einen konstruktiven Umgang mit Gefühlen, Problemen oder Konflikten aufzuzeigen. Die verschiedenen Personen geben den Kindern die Möglichkeit der Identifikation und somit der Persönlichkeitsentwicklung.

Ideologen wissen um die Bedeutung von Kinderbüchern in der Erziehung – und nutzen das Wissen für die Verbreitung ihrer Ideen. Nicht umsonst wurden Kinderbücher und Schulbücher zu Zeiten des Nationalsozialismus oder des Kommunismus mit den jeweiligen Ideologien durchdrungen. So sollte beispielsweise im „Dritten Reich“ antisemitische Hetze die Kinder von klein auf prägen.

Antisemitismus, Kommunismus und sexuelle Revolution

Die Kindergärtnerin, Verfasserin und Illustratorin Elvira Bauer war nur eine von vielen Autorinnen, die ihre literarischen Begabungen in den Dienst der Indoktrination der Kinder stellten. Im Titel ihres Kinderbuches von 1936 konzentriert sich ihr Judenhass, den sie den Kindern vermitteln wollte: „Trau keinem Fuchs auf grüner Heid und keinem Jud bei seinem Eid. Ein Bilderbuch für Groß und Klein.“ Das Buch soll über 100.000 Mal verkauft worden sein.

In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts fand das Gedankengut der sexuellen Revolution Eingang in die Schul- und Kinderbücher. Ein besonders radikales Aufklärungsbuch ist das 1974 erschienene Werk „Zeig mal!“ mit Texten der Autorin Helga Fleischhauer-Hardt und dem Psychologen, Sexualwissenschaftler und Professor für Sozialpädagogik Helmut Kentler. Dieser förderte nicht nur durch diese und andere Schriften Pädophilie, sondern auch durch ein „Experiment“ – so nannte er es selbst –, bei dem er über 30 Jahre lang verwahrloste Jugendliche Pädophilen zuführte, die systematisch missbraucht wurden.

Mittlerweile geht es in Kinderbüchern längst nicht mehr „nur“ um sexuelle Aufklärung. In den vergangenen zehn Jahren hat die LGBTIQ-Lobby vermehrt dazu beigetragen, die Auflösung des traditionellen Familienbildes im gesellschaftlichen Bewusstsein voranzutreiben. Kinder mit zwei Vätern, mit zwei Müttern – solche „Familienkonstellationen“ oder auch Menschen mit einer Transidentität finden sich als Folge auch immer häufiger in der Kinder- und Jugendliteratur wieder.

„Seeräubermädchen und Prinzessinnenjunge“

Ideologie in Kinderbüchern – dazu gehört auch das Leugnen von natürlichen weiblichen und männlichen Eigenschaften. Diese werden in den Kindergeschichten als „Geschlechterstereotypen“ abgewertet. Warum sollte ein Junge in der Kindergeschichte nicht einen Rock tragen dürfen, wenn es ihm gefällt? Und große Gefühle sind doch schließlich nicht nur für Mädchen da?

MDR Kultur empfiehlt daher Kinderbücher, wie beispielsweise „Seeräubermädchen und Prinzessinnenjunge“ oder „Ritter Otto will nicht kämpfen“. Die Liste der Vorschläge hält Empfehlungen für alle Altersklassen bereit – von null Jahren bis zum Erwachsenenalter, insbesondere Eltern:

„Jungen müssen nicht immer Ritter, Helden oder Rebellen spielen, um stark zu sein. Sie dürfen auch sensibel, kreativ und fürsorglich sein. Unsere 20 Buchtipps für jedes Alter bieten neue Perspektiven und Vorbilder.“

Die Texte und Figuren räumen mit scheinbar „veralteten Rollenbildern“ auf. Das „traditionelle“ Familienbild und die Ehe zwischen Mann und Frau werden als nur eine Option von vielen dargestellt. Wenn es Familien mit zwei Mamas oder zwei Papas gibt, dann ist die Welt ja schließlich viel bunter und interessanter – so vermitteln es die Bücher den Kindern durch Text und Illustration.

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Selbst der Herder-Verlag, der sich schwerpunktmäßig den Themen Religion, Kirche und Spiritualität widmet, bewirbt „geschlechtersensible“ Bücher. In der vom Verlag herausgegebenen Zeitschrift kindergarten heute finden Pädagogen Anregungen, wie es gelingt, „Geschlechterklischees aufzubrechen“. Zusätzlich stellt das Fachmagazin Ideen für die „Umsetzung eines gendersensiblen Konzeptes“ vor.

Leihmutterschaft? Eizellspende? Alles ganz süß und ganz normal

Doch nicht nur veränderte Familienbilder, „Geschlechterstereotypen“ und „sexuelle Identität“ haben Eingang in die Kinderbücher gefunden, auch die Elternschaft selbst. Bücher mit Kindergeschichten über Eizellspenden wie „Unser kleiner Anfang“ oder „Unsere Regenbogenfamilie! Für Babys braucht es Liebe“ sollen Eltern dabei helfen, ihren Kindern zu erklären, wie sie entstanden sind, wenn es eine Eizellspenderin oder eine Leihmutter gab. Solche Bücher werden zur Aufklärung der Kinder auch von Kinderwunschzentren wie dem Vida fertility institute oder auch Kinderwunschkliniken empfohlen.

Das Buch „Fluffy, der Wunderhase“, in vielen Sprachen veröffentlicht unter dem Pseudonym Blossom Tailor und über die Autorenplattform von Amazon erhältlich, erklärt den Kindern eine Eizellspende gar als eine Art „Magie“. Die Eltern des Hasen Fluffy hatten sich sehr lieb, hatten aber leider kein Ei, um Nachwuchs zu bekommen. So erzählt es die Hasenmama Fluffy, als er nach seiner Herkunft fragt. Doch eine nette Dame schenkte den Wunscheltern ein Ei – im Buch wie ein goldenes Osterei dargestellt –, und plötzlich waren Fluffys Eltern sehr glücklich, weil Fluffy zur Welt kam. Kein Wort wird darüber verloren, dass Fluffy biologisch nur mit seinem Vater verwandt ist. Schon den Allerkleinsten wird durch solche Vorlesegeschichten suggeriert, dass eine Eizellspende völlig harmlos sei und die Wunscheltern restlos glücklich mache.

Blossom Tailor, „Fluffy, der Wunderhase“

Leihmutterschaft und Werbung für Leihmutterschaft sind in Deutschland gesetzlich verboten. Dennoch gibt es regelmäßig Kinderwunschmessen, auf denen Kinderwunschkliniken, die mit Leihmutterschaft in Verbindung stehen, ihre Arbeit vorstellen und deutsche Elternpaare, die sich in anderen Ländern ein Kind kaufen. Das Embryonenschutzgesetz (ESchG) sei veraltet, warnen Experten“. Die scheidende Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte erst kürzlich eine Initiative zur Teillegalisierung der Eizellspende angestoßen.

In Deutschland ist daher mit einer wachsenden gesellschaftlichen Akzeptanz für Eizellspenden und Leihmutterschaft zu rechnen. Auch wenn sich die Kinderbücher mit der Thematik Eizellspende in erster Linie an betroffene (Regenbogen-)Familien richten, ist nicht auszuschließen, dass sie künftig vermehrt in Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen Verbreitung finden.

Verbände fördern Verbreitung „queerer“ Literatur

Verbände wie das Institut für angewandte Medienforschung (IfaK) betonen die Wichtigkeit von Kinderbüchern und Inhalten „geschlechtlicher und sexueller Vielfalt“ mit der Begründung, dass Kindern „Einblick in vielfältige Lebensweisen und Ansichten, die ihre Persönlichkeitsentwicklung fördern“, geboten wird. Es entstünde dadurch auch für die queere Gemeinschaft eine höhere Chance auf mehr Akzeptanz und Toleranz in unserer Gesellschaft. Es gelte, die Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung nicht zu sehr einzuschränken durch stereotype Kleidung und Normen.

Auch andere Verbände fördern diese Art von Kinderliteratur, geben Pädagogen Handreichungen für ihre Verwendung in Kindergärten, Kindertagesstätten und Schulen und machen sie zum Teil ihres pädagogischen Konzeptes. Einer von ihnen ist der Lesben- und Schwulenverband (LSVD), der in seinem Faltblatt „Queerness in der Kinder- und Jugendliteratur“ die Gegner der queeren Literatur als demokratiefeindlich brandmarkt:

„Aus rechtskonservativen oder religiös-fundamentalistischen Milieus wird die queere Literatur als Instrument der sogenannten ‘Indoktrinierung’, ‘Frühsexualisierung’ der Kinder und ‘Verwirrung’ der Geschlechtsidentität der Jugendlichen diskreditiert. Diese Rhetorik schürt Ängste, dass Kinder und Jugendliche durch diese Literatur gefährdet würden. Sie geht allerdings von Prämissen aus, die einem demokratischen Werteverständnis widersprechen. Denn ihnen liegt ein heteronormatives Verständnis zugrunde, das die gesellschaftliche Zuschreibungsmacht über die identitäts- oder auch gefühlsbezogene Eigenwahrnehmung der Kinder und Jugendlichen setzt und bei einem Widerspruch mit Angst, Scham und Entwertung operiert. Dies führt nicht nur zu empfundener Scham, wenn man den als natürlich proklamierten Normen nicht entspricht, sondern auch zu Intoleranz anderen gegenüber, die ebenfalls den Normen nicht entsprechen.“

Wichtig sei, dass Queerness nicht als Abweichung von einer Norm oder als ein zu lösendes Problem dargestellt werde, sondern als eine Normalität. Diversität könne ganz „nebenbei“ dargestellt werden.

Genau darin liegt allerdings auch die Gefahr für die jungen Leser. Die Bilder und Texte, die „nebenbei“ verschiedenste „Familienkonstellationen“ zeigen und beschreiben, prägen sich den Kindern unterschwellig ein. Sie beeinflussen das Werteverständnis der Kinder und auch – zumindest potentiell, je nach Festigkeit der bereits vorhandenen Überzeugungen – das Werteempfinden der Erzieher und Eltern, denen die Bücher empfohlen werden.

Die Verbände haben mit ihren pädagogischen Empfehlungen Macht, zusätzlich zu den sehr formbaren Kindern und Jugendlichen auch die Erwachsenen zu prägen.

Das feministische Magazin Emma hat kritisiert, dass das „Queere Netzwerk“ in Nordrhein-Westfalen eine Broschüre mit dem Titel „Queer in der Kita!“ herausgegeben hat, die vom Familienministerium finanziert wurde. Die Broschüre gibt konkrete Vorschläge, wie denn ein „gutes“ queeres Kinderbuch aussehen könnte.

Hier ein Ausschnitt aus den Empfehlungen der Broschüre:

  • „Viele (Kinder-)Bücher neigen dazu, vor allem männliche Protagonisten zu nutzen. Achten Sie darauf, wie viele männliche, weibliche, diverse und nicht-binäre Personen in den Büchern abgebildet sind.
  • Kinderbücher sollten (auch) Protagonist_innen abbilden, die in ihrem Geschlechtsausdruck variieren oder nicht durchweg den Geschlechterstereotypen entsprechen.
  • Kinderbücher sollen entweder Protagonist_innen enthalten, denen kein Geschlecht zugewiesen wird, so dass diese als inter* oder nicht-binär gelesen werden können, oder ganz konkret inter* und trans* Personen mit erwähnen.
  • Kinderbücher sollten diverse Familien abbilden: alleinerziehende Elternteile, heterosexuelle Eltern, Mehrelternschaft, Regenbogenfamilien, Adoptiv- und Pflegefamilien usw.
  • Kinderbücher sollten die Tatsache, dass ein Kind trans* oder inter* ist, gleichgeschlechtliche Paare vorkommen, Familie fernab von Zweielternschaft gedacht wird, Menschen weder männlich noch weiblich sind usw. nicht gesondert herausstellen, sondern zum selbstverständlichen Teil der Geschichte machen.“

Da es solche Empfehlungen und den Druck der Verbände gibt, ist davon auszugehen, dass queere Themen in den Büchern noch stärker auftreten und dass sich Autoren zunehmend von diesem Trend vereinnahmen lassen.

LGBTIQ-Literatur in Dragqueen-Vorlesungen

Nicht nur durch Buchhandel und pädagogische Einrichtungen erlangen ideologisch geprägte Kinderbücher Bekanntheit. Dragqueens, meist Männer, die sich schrill als Frauen verkleiden, treten nicht nur in Shows für Erwachsene auf, sondern auch in Vorstellungen für Kinder. Seit einigen Jahren finden vermehrt Vorlesungen mit Dragqueens in öffentlichen Büchereien statt. Gefördert werden diese Veranstaltungen von Verbänden wie dem LSVD Bayern (Lesben- und Schwulenverband) oder den Städten und Gemeinden sowie von lokalen Kulturzentren und Stiftungen.

Die Münchner Stadtbibliothek lud im Dezember 2025 zu einem „Bilderbuchkino“ mit der Dragqueen „Vicky Voyage“ ein. Seither reißt die Reihe der Veranstaltungen der Münchner Stadtbibliothek, in Kooperation mit Regenbogenfamilien München, nicht ab. „Vicky Voyage“ reist sehr viel, wie der Name vermuten lässt. Allein im Zeitraum 13. Juni 2026 bis Ende des Jahres sind es 24 Termine, unter anderem auf dem Christopher-Street-Day (CSD), in Theatern und weiteren Bibliotheken.

Nicht alle Eltern finden es toll, wenn schrill geschminkte Männer vor ihren Kindern herumtanzen und sie in „queere“ Welten entführen. Auch von politischer Seite regt sich Widerstand. Der CSU-Ortsverband Puchheim hatte in einer Pressemitteilung die Finanzierung einer Dragqueen-Veranstaltung im Februar 2025 mit Steuergeldern durch die Stadt Puchheim kritisiert:

„Öffentliche Mittel müssen für Angebote verwendet werden, die der Allgemeinheit dienen und die Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen, ohne politische oder weltanschauliche Agenden zu verfolgen.“

Es ist nicht das erste Mal, dass in Bayern ein Streit um Dragqueen-Vorlesungen entbrannt ist. Bereits 2023 warnten Politiker von CSU und Freien Wählern vor „Kindeswohlgefährdung“ und „Frühsexualisierung“ durch Dragqueen-Vorlesungen in der Münchner Stadtbibliothek. Die Recherchen des damaligen Europaabgeordneten Nicolaus Fest (bis 2024 AfD) ergaben, dass das EU-Jugendprogramm Erasmus+ Geld für Transvestiten-Seminare zahlt; bis zum Mai 2022 waren es bereits mehr als 220.000 Euro. Nicht nur die Vorlesungen der Dragqueens werden gefördert, sondern auch die Ausbildung der Dragqueens wird mit öffentlichen Mitteln finanziell massiv unterstützt.

Pädagogisch wertvolle Kinderbücher verbreiten

Die Manipulation durch die LGBTIQ-Lobby ist vielfältig, sie beeinflusst Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Kindergärten und Schulen. Bücher sind dabei ein wichtiges Mittel. Diese Situation macht deutlich, wie wichtig es ist, dass Eltern die Lektüre ihrer Kinder sorgfältig prüfen, genauso wie die pädagogischen Einrichtungen, die die Kinder besuchen.

Gleichzeitig kann dies aber auch ein zusätzlicher Ansporn für Eltern und Pädagogen sein, sich verstärkt für die Verbreitung von pädagogisch wertvollen Kinder- und Jugendbüchern einzusetzen, fernab jeder Ideologie. Sie nehmen auf diese Weise die ehrenhafte Aufgabe wahr, die Herzen der Kinder für das Schöne, das Wahre und das Gute zu öffnen.

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