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Die kleine Schweiz und was sie mit der Welt zu tun hat: Der Publizist Stefan Millius beleuchtet die Insel mitten in Europa und was man von ihr lernen kann – beziehungsweise keinesfalls lernen sollte. Seine Kolumne erscheint dienstags.
Der neue Zürcher Stadtrat Tobias Langenegger hat Wahlkampf mit der Wohnungsnot gemacht. Mit einem Gehalt von 252.000 Franken will er in seiner günstigen Genossenschaftswohnung bleiben. Personen mit geringem Einkommen könnten sie dringend brauchen.
Vor 50 Jahren lebten in der Schweiz noch rund sechs Millionen Menschen. Heute sind es über neun Millionen. Geht es nach den Sozialdemokraten, darf ein kleines Land nicht mit einer klaren Bevölkerungszahl begrenzt werden. Deren Lösung für eine Überschwemmung lautet: Noch mehr Wasser!
Der Zusammenhalt der Schweiz stand auf dem Spiel, aber das Land hat die Kurve gekriegt. Die Rettung kostete nur 100 Franken pro Haushalt.
In der Schweiz treten Regierungsmitglieder erst ab, wenn sie alt werden oder keine Lust mehr haben. Aber nie aus Protest. Leider.
Der Staat geht unter die Hobbyköche: Schweizer Schulen werden mit Rezeptideen vom Bund beglückt. Natürlich streng vegetarisch.
Ein Influencer verliert Aufträge, weil er die Schweizer Asylpolitik kritisiert. Große Unternehmen helfen, den Meinungskorridor eng zu halten.
Was würden die Mächtigen in den Ländern dieser Welt nur tun, wenn es den Sport nicht gäbe? Ohne Medaillen gäbe es so viel mehr kritische Fragen.
In Zürich prügelt ein Mann auf einen orthodoxen Juden ein. Der Täter hätte längst nicht mehr in der Schweiz sein dürfen. Es ist die Geschichte der humanistisch-moralischen Selbstfesselung eines Rechtsstaates.
Ehepartner sind zwei zufällig zusammengewürfelte Personen, die eigentlich gar nichts miteinander zu schaffen haben. Das ist jedenfalls die Botschaft einer Volksinitiative, die gute Chancen hat.
Es gibt vielleicht kein Wort, das typischer ist für die Schweiz als den „Bünzli“. Nun will ihm die Sprachpolizei an den Kragen.
Die Schweiz debattiert in der Post-Coronazeit über eine Impfpflicht. Das neue Gesundheitsgesetz gäbe der Regierung eine Handhabe, Impfungen obligatorisch zu machen – bei drakonischen Geldbußen. Die Ethiker sind einmal mehr keine Hilfe.
Die Schweiz steht vor einem entscheidenden Jahr. Denn neue Rahmenverträge mit der Europäischen Union werfen ihre Schatten voraus. Auf dem Spiel steht das, was die Eidgenossenschaft ausmacht.
Feuerkatastrophe von Crans-Montana: Die Schweiz ist zu Jahresbeginn von einer furchtbaren Tragödie erschüttert worden. In den Tagen danach wurde das noch längst nicht aufgeklärte Unglück indes schon politisch missbraucht.